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Fit bleiben für den Einsatz

Eckernförde Fit bleiben für den Einsatz

Jede Menge Wasser und Sand kamen am Sonnabend am Hauptstrand von Eckernförde in Wallung: Beim 18. Life-Saving- und 13. Young-Star-Cup der DLRG Jugend traten 305 Teilnehmer aus der Republik beim Freigewässerwettkampf im Rettungsschwimmen an.

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Bei 14 Grad Wassertemperatur eine kühle Angelegenheit: Zu Land und zu Wasser standen zahlreiche Wettkämpfe für die DLRG-Retter auf dem Programm.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Eckernförde.  „Unser jüngster Teilnehmer ist sechs Jahre alt“, erläutert Birgit von Essen vom Arbeitskreis des DLRG-Landesverbands. Sie koordiniert die Wettkämpfe und die über 40 Helfer. „Jugendliche unter 16 Jahren sind erst seit 13 Jahren bei dem damals erfundenen Young-Star-Cup mit dabei“, erklärt sie. Neben den regionalen Teams unter anderem aus Eckernförde, Strande und Schilksee haben Rettungsschwimmer aus Berlin, Celle, Kelkheim, Magdeburg und Salzgitter den Weg in den Norden gefunden – für ein sportliches Kräftemessen, Medaillen und vor allem gute Gespräche und viel Spaß.

 Bei anfangs trübem Wetter und einer Wassertemperatur von 14 Grad wird dem Zuschauer schon kühl. „Erstmals tragen wir diesen Wettbewerb im Juni aus. Bislang war es immer im August. Da war das Wasser zwar wärmer, aber wir hatten die letzten zwei Jahre extrem viele Quallen“, so von Essen. Disziplinen wie Beach Flags, wo die Teilnehmer auf dem Bauch mit Füßen an der Startlinie liegen, sich drehen und zwanzig Meter weiter laufen müssen, um einen der Stäbe zu ergattern, sind sehr atemintensiv. Bei 15 Startern muss der letzte Sprinter viel Luft mitbringen. Gerade geht es zwischen Olivia Binde und Johanna Groenewold um den Sieg. „Da braucht man eine gute Grundausdauer“, berichtet noch etwas außer Atmen Johanna Groenewold. Die 26-jährige Braunschweigerin hatte das Nachsehen und wurde Zweitplatzierte. Sie ist das zweite Mal mit von der Partie. „Es ist sehr abwechslungsreich und macht riesigen Spaß hier am Strand“, sagt sie.

 Gerade posiert das Möllner DLRG-Team noch mit dem Rettungsbrett, da startet nebenan der Oceanwoman. „Das ist die Königsdisziplin“, erklärt Sarah Zabel aus Mölln. Sie ist seit dem sechsten Lebensjahr bei den Lebensrettern und freut sich auf das sportliche Messen in den unterschiedlichsten Disziplinen. Der Oceanwoman oder Oceanman vereinigt das Brandungsschwimmen mit dem Rettungsbrett- und dem Rettungskajak.

 „Lauf, lauf, schneller“, schreit es von der anderen Seite. Hier startet gerade ein Board Race, bei dem die Herren mit dem Rettungsbrett bewaffnet vom Strand aus ins Wasser laufen und einen Rundkurs von etwa 400 Metern bewältigen.

 Von morgens um 7 Uhr bis abends 20 Uhr immer auf dem Wasser, das sind die zwei DLRG-Motorrettungsboote. Christian Plikat aus Rendsburg ist der Bootsführer des MRB Nivea 66. „Wir sind hauptsächlich dafür da, den Schiedsrichter zu fahren“, sagt er. Als Ausbilder freut er sich auf diese Wettkämpfe: „Hier kann ich quasi zusätzlich noch Kollegen ans Ruder lassen, die lernen.“ Swetlana Scharkunow und Felix Friese sind die Bootsgäste und müssen unter Aufsicht von Plikat so manche Runde drehen.

 „Wir fahren sehr gerne mal an die Ostsee“, ergänzt Sarah Zabel. „Die Atmosphäre ist total entspannt. Die Hälfte aller Teilnehmer kennen wir.“ Die andere Hälfte nach einem langen Wettkampftag dann meistens auch.

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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