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Ausgezeichnete Lebensretter

Eckernförde Ausgezeichnete Lebensretter

Christian ter Stein ist Rettungsschwimmer. Nicht irgendeiner, der ab und an vom Wachturm aus aufs Wasser guckt. Nein, der 30-Jährige ist langjähriges Mitglied der DLRG, verbringt seit zehn Jahren einen Großteil seines Jahresurlaubs in der Wasserrettung an der Ostsee und übernimmt in seiner hessischen Heimatgemeinde Schwalmtal auch noch verschiedene Aufgaben für die DLRG. Dafür wurde er in Eckernförde von Landesgeschäftsführer Thies O. Wolfhagen und Wachleiter Daniel Heuser mit mehreren Ehrungen bedacht.

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Von „Neptun“ Steffen Müller getauft: die neuen Wachgänger Magnus Becker, Leander Heller, Simon König und Felix Burkhard (von links).

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. 2005 machte sich ter Stein erstmals auf in den hohen Norden, um hier als geschulter Rettungsschwimmer und Bootsführer einen wachsamen Blick auf die Badenden zu haben. Seither kommt er jedes Jahr wieder, immer für mehrere Wochen. 2010 fand er in Eckernförde dann auch noch sein persönliches Glück: Angela Romer leistete hier ebenfalls ihren Wachdienst. Wenig später waren die beiden ein Paar. Und da sie sich ebenfalls sehr stark engagiert, wurde sie jetzt auch mit Urkunde und Bronzenadel ausgezeichnet.

Und wenn sich die Rettungsschwimmer schon mal in größerer Runde versammelt haben, dann kann man ja auch gleich noch vier junge, neue Wachgänger taufen, dachte sich Wachleiter Daniel Heuser. So mussten Magnus Becker, Leander Heller, Simon König und Felix Burkhard nicht nur einen langen Spruch auswendig lernen und aufsagen, sondern auch noch eine Sprotte verzehren und Meerwasser trinken. Zum Abschluss wurden sie von „Neptun“ Steffen Müller und „Nixe“ Sarah Grunwald getauft.

Wie wichtig die ausgebildeten Wachgänger und Rettungsschwimmer für die DLRG sind, weiß keiner besser als Thies O. Wolfhagen. Allein um den vier Kilometer langen Eckernförder Strand mit der Haupt- und der Südstation sowie den drei Türmen täglich von 9 bis 18 Uhr zu sichern, werden 18 Rettungsschwimmer benötigt. So ist es in diesem Jahr dort bislang noch zu keinen Badeunfällen gekommen. In 2014 sah das ganz anders aus. Allein im Juli starben 18 Menschen in den Wellen der Ostsee. In über 100 Fällen wurden die Ehrenamtler der DLRG zu Lebensrettern, weil Badende Warnhinweise leichtfertig ignorierten.

Während eines Besuches in Eckernförde lobte Finanzministerin Monika Heinold gestern die Einsatzbereitschaft der DLRG. Dies gebe nicht nur ihr ein Gefühl großer Sicherheit. Dass auch Jugendliche und junge Erwachsene ihre Ferien oder ihren Urlaub dafür opferten, bewertete sie als tolle Leistung für die Gemeinschaft.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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