24 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Ehrung für Gräfin von Schlieffen

DRK Altenholz Ehrung für Gräfin von Schlieffen

Für ihr jahrzehntelanges Engagement im Deutschen Roten Kreuz soll die Altenholzerin Anna Gräfin von Schlieffen jetzt geehrt werden. „Das ist schon eine Überraschung. Und ich freue mich sehr“, sagt die 79-Jährige.

Voriger Artikel
Ministerin zeigt Wertschätzung
Nächster Artikel
Acht Jahre harte Knochenarbeit

Der Altenholzer Kindergarten war ihr immer eine Herzensangelegenheit: Anna Gräfin von Schlieffen.

Quelle: Anne Steinmetz

Altenholz. Sie war gerade aus dem Krankenhaus zurückgekommen, den Arm hatte sie sich gebrochen und musste operiert werden, da fand Anna Gräfin von Schlieffen den Brief des DRK-Ortsverbands Altenholz im Briefkasten. Darin wurde ihr mitgeteilt, dass sie im Rahmen der Altenholzer Festtage (10. bis 13. September) für ihr jahrzehntelanges Engagement im Deutschen Roten Kreuz geehrt werden solle. „Das war schon eine Überraschung. Aber ich habe mich sehr gefreut“, sagt die 79-Jährige lächelnd.

 Angefangen hat alles 1967 mit einem Erste-Hilfe-Kurs beim DRK in Kiel-Mettenhof. „Ich hatte damals drei kleine Söhne. Einer von ihnen brachte immer ein blutiges Knie mit nach Hause“, erklärt Gräfin von Schlieffen die Kurs-Teilnahme. Ein Jahr später trat sie dem DRK bei und baute die Gruppe Mettenhof mit auf. „Der Stadtteil war damals noch neu, und unsere Gruppe hatte nicht viele Mitglieder“, erinnert sich die Juristin.

 1973 wurde Anna Gräfin von Schlieffen Katastrophenschutzbeauftragte im Kreisverband Kiel, 1982 zudem Konventionsbeauftragte. 31 Jahre lang vermittelte sie ehrenamtlich innerhalb des DRK die Regelungen der Genfer Konventionen. „Ich finde es sehr wichtig, dass diese Rechte bekannt gemacht werden“, sagt sie. Von 1983 bis 1996 war sie außerdem hauptamtliche Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands.

 Nach Altenholz zog Gräfin von Schlieffen mit ihrer Familie 1976, im DRK-Ortsverband wurde sie aber erst später aktiv. „Meine Nachbarin war die heutige Ehrenvorsitzende des DRK Altenholz, Rotraud Muuß. Deshalb war ich immer informiert“, erzählt sie lachend. Ab 1997 nahm sie dann an den Vorstandssitzungen in Altenholz teil, 2003 wurde sie in den Vorstand gewählt. Drei Jahre später übernahm sie bis April diesen Jahres die Kita-Arbeit des DRK. Als Kuratoriumsvorsitzende trieb sie die Eröffnung der ersten Krippengruppe voran und war maßgeblich an der Erweiterung der Kindertagesstätte beteiligt.

 „Ich möchte mit meiner Arbeit für das DRK etwas zurückgeben“, sagt Gräfin von Schlieffen nach der Motivation für ihren Einsatz gefragt. Sie habe auf Kosten des Staates Jura studieren können. Deshalb fühle sie sich verpflichtet, sich im Gegenzug gesellschaftlich zu engagieren. „Ich hatte außerdem das Glück, nicht arbeiten zu müssen. Aber nur Haus und Garten, das wäre nicht möglich gewesen“, sagt sie und lacht.s

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3