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Wie geht es weiter mit der „Eiche“?

Dänischenhagen Wie geht es weiter mit der „Eiche“?

Der Erhalt des Gasthofs Zur Eiche als Gaststätte oder Gemeindezentrum für Dänischenhagen ist ungewisser denn je. Laut Lärmschutzgutachten würde er sich nicht mit der geplanten Wohnbebauung nebenan vertragen. So steht auch der B-Plan 23 zur Rettung des denkmalgeschützten Ensembles auf der Kippe.

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Das Schicksal des historischen Gebäudes, das unter Denkmalschutz steht, wird immer ungewisser. Der rettende B-Plan, der ihm die Chance als Gemeindezentrum mit Gastronomie gäbe, scheint kaum umsetzbar.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischenhagen. Das mussten die Bauausschussmitglieder am Mittwoch mit betretenen Gesichtern zur Kenntnis nehmen.

Die Ausgangslage: Die Gemeinde will vom Verkauf des Geländes mit dem historischen Gasthof durch den Eigentümer mit einem Bebauungsplan sicherstellten, dass eine dorfverträgliche Wohnbebauung möglich wird und der leerstehende Gasthof zum Veranstaltungszentrum mit Gastronomie avanciert. Die Gemeinde hat seit Jahren keinen Treffpunkt mehr, in dem größere Veranstaltungen möglich sind. Der Denkmalschutz hatte die Eiche als eines der letzten prägenden Gebäude alter Dorfkernarchitektur eingestuft. Wegen Lärmschutz-Bedenken, die sich bei der Aufstellung des B-Plans heraus schälten, gab die Kommunalpolitik ein Gutachten in Auftrag.

Niederschmetterndes Ergebnis, das Gutachter Michael Hinz am Mittwoch vorlegte: Nur von 6 bis 22 Uhr könnte der Gasthof so genutzt werden, wie die Gemeinde es sich vorgestellt – auch wenn man den Biergarten zur Straßenkreuzung hin verlegt. Ab 22 Uhr würden zulässige Schallwerte im angrenzenden allgemeinen Wohngebiet durch an- und abfahrende Autos von den Gästeparkplätzen an zwei Seiten des Gasthofs weit überschritten. Verhindern ließe sich das nur durch stark schallgeschützte Carportanlagen und Lärmschutzwände bis zu vier Meter Höhe. Um Zufahrten zu schaffen, müsste die neue Wohnbebauung aber nach Osten verschoben werden. Dann wäre aber wesentlich weniger Platz für Wohnhäuser. Der Eigentümer des Grundstücks ist hoch verschuldet und möchte möglichst gewinnbringend verkaufen. Falls nicht, droht der weitere Verfall des Gasthofs. Die Gemeinde hat darauf keinen Einfluss.

Der Gutachter hatte auch die alternative Anordnung der Carports an der Dorfstraße geprüft. Dann läge eine Parkplatzausfahrt im Kurvenbereich. „Das wiederum sei mit Blick auf die Verkehrssicherheit problematisch“, erläuterte er. Die Gremien müssen nun nochmals beraten, bevor über die Aufstellung eines B-Plans beschlossen wird.

Auf den 4. April vertagt ist die Entscheidung der Gemeindevertretung über die Bebauung rund um den Supermarkt Scharnhagener Straße (B-Plan 21b). Das gesamte Gebiet soll überplant werden. Knackpunkt ist das Grundstück der Eckernförder Bank. Sie wollte hier ein größeres Mehrfamilienhaus mit Platz für Praxen im Erdgeschoss, errichten. Einig hatten die Kommunalpolitiker 2014/15 eine Veränderungssperre verhängt, das Baufenster stark beschränkt und zuletzt für ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus plädiert (Variante I). Den von allen Seiten kritisierten Plänen der Bank war vorerst ein Riegel vorgeschoben.

Eine zweite Variante stand am Mittwoch im Bauausschuss zusätzlich zur Debatte: Mehrfamilienhaus mit zwei Etagen ohne Staffelgeschoss, keine hervorspringenden Balkone, neun Meter Abstand zum benachbarten Einfamilienhaus in der Paul-Schröder-Straße. Wegen Stimmgleichheit gab es jedoch keine Beschlussempfehlung für die anschließende Gemeindevertretersitzung. Deshalb ist die Abstimmung bis zur nächsten Sitzung nach Ostern vertagt.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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