9 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Auf Strategiesuche

Dänischenhagen Auf Strategiesuche

Mehr Verantwortung, mehr Freiheit: Die Gemeinde Dänischenhagen möchte die Zusammenarbeit mit dem Sportverein MTV auf eine neue Basis stellen. Zugleich müssen die Partner die Sanierung der Sportanlagen stemmen. Was hat wie Sinn? Im Entwicklungsausschuss rauchten am Donnerstag die Köpfe.

Voriger Artikel
Kaum Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge
Nächster Artikel
Ein Traum von einer Strandhochzeit

Die Sportanlagen in Dänischenhagen müssen saniert werden. Wie das ablaufen soll, ist noch unklar.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Dänischenhagen. Grund ist unter anderem das komplexe Vertragswerk, mit dem die Nutzung der gemeindeeigenen Anlagen durch den MTV geklärt werden soll: Zwar gab es einen Vorschlag, der auf Musterverträgen basiert. Doch daraus ergeben sich steuerrechtliche und vertragsrechtliche Fragen, die offenbar nicht so einfach zu beantworten sind.

 Auch beim Landessportverband kam der MTV-Vorsitzende Ekkehard Krull nicht weiter: „Dort gibt es keine Rechtsberatung und keine Verträge.“ Immerhin erhielt er den Hinweis, dass der Vertragsentwurf Haftungsfragen und Probleme mit Blick auf die Gemeinnützigkeit aufwirft: „Und den Rat, sauber zu arbeiten.“ Daran lag auch den anderen Mitgliedern des Ausschusses: Einstimmig empfahl das Gremium der Gemeindevertretung, eine Rechtsberatung einzuholen.

 Die Kosten von maximal 5000 Euro trägt zu 30 Prozent der MTV, den Rest zahlt die Gemeinde Dänischenhagen. Und dann gibt es noch den Sanierungs- und Erweiterungsbedarf an Sportanlagen und Sportheim: So weist unter anderem der Rasen für den B-Platz Löcher auf, Ausbesserungen waren nicht von Bestand. Doch kann man den Platz sanieren, ehe andere Arbeiten, zum Beispiel an der Tartanbahn oder am Sportheim, erledigt wurden? „Wir brauchen belastbare Aussagen zu Detailfragen, um weiterzukommen“, sagte der Ausschussvorsitzende Horst Mattig (SPD).

 Deshalb soll ein Planer beauftragt werden, der ermitteln soll, wie der Bestand zurzeit aussieht und ob er anhand eines vom MTV schon erarbeiteten Konzeptes entwickelt oder saniert werden kann. Eigentlich hatte man sich für das 1,8-Millionen-Euro-Projekt Fördermittel in Höhe von 45 Prozent erhofft. Doch nachdem der Antrag abgelehnt wurde, muss Dänischenhagen anders planen.

 Thomas Waldeck (WIR) warb in diesem Zusammenhang dafür, auch zu prüfen, ob ein Neubau des Sportheims mit Funktionserweiterung auf dem Gelände letztlich nicht günstiger als eine Sanierung sei. Ob das wirtschaftlicher ist, soll nun mit Hausmitteln geklärt werden. Außerdem empfahl das Gremium einstimmig, einen Planer einzuschalten. Auch hier beteiligt sich der MTV an den Kosten.

 Mattig rief den Ausschussmitgliedern noch einmal den straffen Zeitplan in Erinnerung: „Wenn wir nicht rechtzeitig die einzelnen Meilensteine abarbeiten, verschiebt sich alles nach hinten.“ Stimmt die Gemeindevertretung im Juli den Empfehlungen zu, soll zum Beispiel im September ein Planer ausgewählt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3