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Keine Chance mehr für die „Eiche“?

Dänischenhagen Keine Chance mehr für die „Eiche“?

Muss sich die Gemeinde Dänischenhagen vom Bebauungsplan Eiche verabschieden?Der B-Plan 23 sollte einvernehmlich aufgestellt werden, damit der historische Gasthof „Zur Eiche“ als Gaststätte oder Veranstaltungszentrum und eine künftige Bebauung im Umfeld für alle akzeptabel sind.

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Ist sein Schicksal besiegelt? Der leerstehende Gasthof würde angeblich der Wohnbebauung widersprechen.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischenhagen. Motto: Bausünden vorbeugen, denkmalgeschützte Substanz retten. Doch offenbar haben jetzt auch die Planer Zweifel, ob der B-Plan überhaupt Sinn macht.

 Die drei Vertreter der CDU hatten in der jüngsten Bauausschusssitzung zur Überraschung aller gegen das Papier gestimmt. In den Monaten zuvor hatten alle drei Fraktionen noch an einem Strang gezogen und Details des angestrebten B-Plans einvernehmlich festgelegt. Nach Informationen unserer Zeitung kommt man im von der Gemeinde beauftragten Planungsbüro nach eben dieser Sitzung zu dem Schluss: Der gewünschte Betrieb des Gasthofs, dem momentan noch der Verfall droht, werde grundsätzlich zu Konflikten mit künftigen Bewohnern der geplanten Wohnhäuser nebenan führen. Hauptgrund dafür dürfte eine Stellungnahme des Denkmalschutzes sein, die erst in der Sitzung bekannt wurde. Danach steht auch der Saal und nicht nur das vordere Gebäude unter Schutz. Folglich müsste ein Betreiber ihn auslasten. Familienfeiern und Abendveranstaltungen müssten am laufenden Band hier stattfinden.

 Die Planer raten jetzt zum Verzicht auf ein teures Lärmschutzgutachten im Vorwege und die Neugewichtung, ob das Ziel Wohnen oder das Ziel Gasthof Vorrang haben soll. Ein Kompromiss könne sein, den Gasthofbetrieb so einzuschränken, dass Anwohner abends ihre Ruhe haben. Einem Betreiber jedoch so weit in seinen Möglichkeiten zu beschneiden, hatte der Ausschuss eine Absage erteilt. Die Mehrheit aus SPD- und WIR-Vertretern war in der Sitzung noch davon ausgegangen, dass sich das Konfliktpotential mittels Schallgutachten vorab ausschließen lässt.

 Bei der CDU ist man mittlerweile der Meinung, ein B-Plan als Vorratsbeschluss gegen eine unerwünschte bauliche Entwicklung im Dorfzentrum sollte fallengelassen werden. „Aus meiner Sicht sollten wir nun doch abwarten und erst dann, wenn ein Investor auf dem Plan steht, einen vorhabenbezogenen Plan schneidern, der uns und ihm Rechnung trägt. Das Gasthofgebäude könnte ja auch ruhigeres Gewerbe beherbergen“, erläutert der Ausschussvorsitzende Tim Gabrys (CDU) auf Anfrage. Er räumt aber auch ein, „dass die mitgenommene leerstehende Eiche bis dahin so unrettbar verfallen sein könnte“. B-Plan 23 sei zwar „eine wunderbare Idee“, aber nach neuer Sachlage „zu meinem Bedauern unrealistisch“.

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