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Windräder unerwünscht

Damp Windräder unerwünscht

Raidum Rodde, 1. stellvertretender Bürgermeister von Damp, gab der Stimmung Ausdruck. „Ich würde es für eine Katastrophe halten, wenn wir unsere Kulturlandschaft zerspargeln.“ Einstimmig votierten die Gemeindevertreter für eine Empfehlung ans Land, keine Windkraftflächen in Damp auszuweisen.

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Christopher Enders stellt das Ergebnis des Gutachtens zu Windeignungsflächen in Schwansen vor.

Quelle: Rainer Krüger

Damp. Damp. Raidum Rodde, 1. stellvertretender Bürgermeister von Damp, gab der Stimmung Ausdruck. „Ich würde es für eine Katastrophe halten, wenn wir unsere Kulturlandschaft zerspargeln.“ Einstimmig votierten die Gemeindevertreter für eine Empfehlung ans Land, keine Windkraftflächen in Damp auszuweisen.

 Basis für den Beschluss am Donnerstag war ein Gutachten des Büros Olaf aus Wester-Ohrstedt für die Halbinsel Schwansen. Verfasser Christopher Enders stellte das Papier den Gemeindevertretern und 15 Zuhörern vor. Weil der jüngste Vorentwurf für den Regionalplan vom März auf ihren Gebieten Flächen für Windenergienutzung auswies, hatten die Gemeinden Damp, Dörphof, Kosel, Loose, Rieseby, Thumby und Waabs das Papier in Auftrag gegeben. Es soll der Landesplanung Hinweise für den endgültigen Entwurf geben, den Enders im Herbst erwartet. Statt 3,7 Prozent der Landesfläche sollen dann nur noch zwei Prozent für Windkraftnutzung ausgewiesen sein. Im Gutachten wurden schon jetzt Planungskriterien angelegt, die sich aus Vorschriften ergeben. So schlägt es Flächen vor, die im Endentwurf nicht mehr berücksichtigt werden sollten. Zu den Kriterien gehörte laut Christopher Enders auch der Schutz der Vogelzugroute durch drei Kilometer Abstand zur Küste. Auch drei Kilometer Mindestabstand zu Seeadlerhorsten hatte er eingeplant. Vom Tourismusschwerpunkt im Ostseebad Damp sollten 800 Meter in Richtung Westen keine Räder stehen.

 Das wesentliche Ergebnis für Bürgermeister Horst Böttcher (SPD): Laut Gutachten sollte die Gemeinde Damp kein Standort für Windkraft sein. Die 96 Hektar große Fläche südlich der Kreisstraße 61 sollte aus der Planung fallen, da dort gleich mehrere Abwägungskriterien angelegt werden können. Mit Blick aufs Ergebnis für die Gemeinde ließ Böttcher übers Gutachten abstimmen. Gemeindevertreterin Gabriele Marten (ABD) sagte allerdings, dass ihr eine Aussage im Papier nicht gefalle. Auch wenn demnach die Summe der Windeignungsflächen in Schwansen von 1000 auf 255 Hektar reduziert werden soll, könnten in den Restgebieten immer noch bis zu 26 Anlagen entstehen.

 Für die Entwicklung im Bereich des Bebauungsplans 5/IV im Ostseebad wurde ein Kompromiss gefunden. Das Areal umfasst unter anderem den Golfplatz und den Wohnmobilstellplatz. Betreiber Attila Ögretici habe vertragliche Zusagen nicht eingehalten, sagte Böttcher, habe aber Entgegenkommen gezeigt. Der ausstehende 100-Quadratmeter-Anbau am Restaurant auf dem Golfpark solle bis August 2017 erfolgen. Auch der Bau eines Hauses mit zehn Wohnungen sei zugesagt. Allerdings mit einem Zugeständnis an Ögretici: Statt nur an eigene Mitarbeiter, sollen fünf Appartements auch an Beschäftigte anderer Damper Unternehmen vermietet werden können. Bei vier Nein-Voten der CDU stimmte die Mehrheit zu.

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