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Neue Station fürs StattAuto Autobesitzer auf Zeit

Nachdem Kiel schon seit Jahren viele CarSharing-Stationen hat, gibt es jetzt auch im Kieler Umland die Möglichkeit, sich kurzfristig ein Auto zu leihen. Nach Pries und Holtenau hat Altenholz nun sein erstes StattAuto bekommen.

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Bürgervorsteher Wolfgang Weiß und Bürgermeister Carlo Ehrich (von links) nehmen das erste StattAuto für Altenholz von Hinrich Kählert (Vorstand StattAuto) entgegen

Quelle: Anne Steinmetz

Altenholz. Altenholz. In den deutschen Großstädten gehören CarSharing-Angebote längst zum Alltag. Staus, Parkplatzmangel, ein gut ausgebautes Netz des öffentlichen Nahverkehrs und Kostenersparnisse sind für immer mehr Menschen Gründe, sich ein Auto mit anderen zu teilen und das eigene Fahrzeug abzuschaffen. Laut Bundesverband CarSharing steigen jedes Jahr sowohl die Nutzerzahlen als auch die Zahl der angebotenen Autos um zehn bis 15 Prozent,

 Nachdem Kiel schon seit Jahren viele CarSharing-Stationen hat, gibt es jetzt auch im Kieler Umland die Möglichkeit, sich kurzfristig ein Auto zu leihen. Nach Pries und Holtenau hat gestern Altenholz sein erstes StattAuto bekommen: „Wir wissen, dass es eher schwierig sein wird, StattAuto hier zu etablieren. Es gibt im Umland kaum Parkplatzprobleme, und viele Familien haben ein, zwei oder sogar drei Autos. Unsere Zielgruppe werden deshalb eher die Zweitwagenbesitzer sein“, sagt Hinrich Kählert, Vorstandsmitglied von StattAuto.

 Das Auto abzuschaffen und sich stattdessen für CarSharing zu entscheiden, lohne sich nur für die Leute, die nicht jeden Tag auf das Auto angewiesen sind, erzählt der Experte. „Wenn ich das Auto gezielt und nur an einzelnen Tagen nutzen will, für Einkäufe beispielsweise oder für einen Ausflug, dann ist CarSharing sinnvoll.“

 Wer das StattAuto in Altenholz oder anderswo nutzen will, muss sich persönlich in der Kieler StattAuto-Geschäftsstelle anmelden, seinen Führerschein vorzeigen und eine Kaution hinterlegen. Danach geht alles über das Internet oder per Telefon. Auf der Homepage des Anbieters können Kunden die unterschiedlichen Fahrzeuge an den verschiedenen Stationen sehen. In einem Plan erfahren sie, welche Autos wann bereits reserviert sind und wann sie es noch ausleihen können. Auch telefonisch können Kunden das Auto reservieren. Zu öffnen ist das gebuchte Fahrzeug mit einer Chipkarte. Die Autos stehen an festgelegten Orten und können nur dort abgeholt werden. In Altenholz befindet sich die Station direkt vor dem Rathaus.

 Der Altenholzer Bürgermeister Carlo Erich freut sich über das neue Angebot in seiner Gemeinde: „Ich bin gespannt, wie das Auto angenommen wird und hoffe, dass viele meiner Kollegen es nutzen werden.“ Für die Rathaus-Mitarbeiter stehen keine Dienstwagen zur Verfügung. Der Bürgermeister kann sich deshalb vorstellen, dass es für seine Kollegen hilfreich ist, jetzt auch den Wagen von StattAuto für Dienstfahrten nutzen zu können. Auch ältere Menschen sieht er als mögliche CarSharing-Kunden. „Wenn ich daran denke, wie oft meine Eltern ihr Auto nutzen und wie teuer der Unterhalt dafür ist, kann man schon überlegen, CarSharing zu nutzen.“

 Auch Hinrich Kählert ist zuversichtlich, dass das StattAuto in Altenholz genutzt wird. „Wir brauchen hier natürlich einen längeren Atem. Das Angebot muss es auch in einem Jahr noch geben.“

 Preise und weitere Informationen unter www.stattauto-mobil.de oder Tel. 0431/986460.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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