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Naturfilm-Schau ist eröffnet

Green Screen Naturfilm-Schau ist eröffnet

Das internationale Naturfilm-Festival Green Screen ist gut aus den Startlöchern gekommen und offiziell eröffnet worden. Bereits zu Beginn waren 75 Prozent des Kartenstandes vom Vorjahr verkauft. „Die letzten 25 Prozent schaffen wir während des Festivals auch noch“, ist sich Geschäftsführer Markus Behrens sicher.

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Auf den Start freuen sich Michael van Bürk, Markus Behrens, Ulrike Lafrenz, Gerald Grote und Martin Krohn (v. li.) von Green Screen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Finanzierung der Naturfilmschau von landes- und bundesweiter Bedeutung ist allerdings jedes Jahr ein Vabanque-Spiel. In der Auftakt-Pressekonferenz mahnte der Förderverein eine verlässliche Bezuschussung aus dem Landesetat an.

 100 Filme aus 20 Ländern in fünf Tagen: Noch bis Montag ist die Natur zu Gast in Eckernförde. „Wir sind ein Publikums-Festival“, betonte Vorstandsmitglied Michael van Bürk und verwies auf die 25000 Besucher, die übers Jahr die Green-Screen-Filme in Eckernförde und im ganzen Land sehen. Dazu gehören allein 5000 Schüler, die über die Schulkino-Wochen erreicht werden. „Wir sind aber auch ein wachsender Branchentreff für die Profis.“ 130 Filmemacher aus aller Welt haben sich für das Naturfilmfestival akkreditiert, zehn mehr als im Vorjahr.

 Erstmals nutzen außerdem die Naturfilm-Chefs der Sender Green Sreen für ein internes Treffen. Auch Workshops tragen dazu bei, Impulse zu geben. Beim Pitching-Seminar etwa werden Film-Ideen und Ankäufer (TV-Sender) zusammengebracht. „Alle freuen sich auf Green Screen“, unterstreicht Festivalleiter Gerald Grote. Die aktuellen Filme erobern nach seinen Worten mit neuer Technik bisher unbekannte Bereiche. So wie The Dark Side of the Ocean, ein Film von Rick Rosenthal über die Wunder der Tiefsee. „Das Bewusstsein für die Verletzlichkeit der Erde wächst“, sagt Grote. Entsprechend bietet Green Screen auch umweltpolitischen Filmen in den Kategorien Der unabhängige Film und Green Report ein Forum.

 Doch auch das Naturfilm-Festival braucht Unterstützung. 300000 Euro beträgt mittlerweile der Jahresetat. Die Stadt zählt mit 50000 Euro zu den Dauerförderern. Einen nicht geringen Teil des Haushalts machen aber Spenden aus. „Das heißt für uns, jedes Jahr aufs Neue bangen“, sagt Geschäftsführer Behrens. Um Green Screen langfristig fortführen zu können, „wünschen wir uns eine verlässliche Förderung im fünfstelligen Bereich aus dem Landesetat“, ergänzt van Bürk.

 Der kulturelle Wert des Naturfilmfestivals für das Bundesland werde von der Landespolitik offenbar noch nicht erkannt. Dabei wird Green Screen von einem engagierten Helfer- und Büro-Team getragen. „So viel Begeisterung hab’ ich noch nicht erlebt“, betont die Fördervereins-Vorsitzende Ulrike Lafrenz. „Green Screen beflügelt.“

 Unterdessen läuft das Festival, das am Donnerstagabend vor vollem Haus in der Stadthalle offiziell eröffnet wurde, auf vollen Touren. Alle Schulveranstaltungen waren mit knapp 2500 jungen Gästen nahezu ausverkauft.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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