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Neuer Schutz für Schweinswale

Ostsee-Info-Center Neuer Schutz für Schweinswale

Das Ostsee-Info-Center (OIC) in Eckernförde etabliert sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Fischerei. Es koordiniert nicht nur die Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Meeresenten. Derzeit werden auch neue Pinger erprobt, die die Meeressäuger von Stellnetzen fern halten sollen.

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Neu entwickelte Pinger sollen die Schweinswale davor schützen, in Stellnetze zu schwimmen.

Eckernförde.  Der Kieler Professor Boris Culik hat einen neuartigen Signalgeber (Pinger) entwickelt, der „Schweinswalisch“ kann. „Er sagt den Tieren nicht: Haut ab!, sondern: Hier bin ich, pass auf!“, erläutert OIC-Leiter Claus Müller. Dafür wurden entsprechende Schweinswal-Signale ausgelesen und integriert. Maximal 1500 Geräte sollen für den Test angeschafft werden. Für die Fischer sind sie kostenlos, zudem sind sie damit von Netzlängen-Beschränkungen im Sommer ausgenommen. Der Europäische Meeres- und Fischereifonds stellt für die PAL-Pinger (Purpose Alert) 200 000 Euro zur Verfügung. Das OIC übernimmt die Betreuung von Fischern und Geräten sowie die Koordination. Das mit insgesamt 320 000 Euro ausgestattete Projekt läuft bis 2020 und soll Ende April starten.

 Erfolgreich engagiert sich das OIC bereits bei der Umsetzung der freiwilligen Vereinbarung zwischen Land und Fischerei zum Schutz von Schweinswalen und Meeresenten. In Schonzeiten gibt es Nutzungsbeschränkungen. Mitarbeiter sind per Boot und Auto zwischen Flensburg und Travemünde unterwegs, um das verträgliche Fischen zu überprüfen. Die EU hat für diese Arbeit bis Ende 2019 insgesamt 460000 Euro zur Verfügung gestellt. „Ein Vorzeigeprojekt“, so Müller. Das OIC habe sich über die Region hinaus einen guten Ruf als Partner für Ostsee-Themen und die Fischerei erworben. Mit Tauchern, Unterwasser-Akustikern und fachlicher Zusammenarbeit mit Instituten wie Geomar oder dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sei das Zentrum gut aufgestellt, unterstreicht der OIC-Leiter.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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