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Das Spielschiff bleibt Baustelle

Eckernförde Das Spielschiff bleibt Baustelle

An Bord darf schon seit Monaten niemand mehr. Das Spielschiff neben dem Ostsee-Info-Center (OIC) fristet seit Ende vergangenen Jahres ein trauriges Dasein.

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Das Ständerwerk ist angegriffen, Balken splittern und Bohlen fehlen. Aus diesem Grund ist das Spielschiff am OIC seit Monaten gesperrt. Eine Erneuerung wird vermutlich erst im August beendet sein.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Und mit jedem Tag, an dem sich das nicht ändert, wächst das Unverständnis in der Bevölkerung. „Wir empfinden das als Schildbürgerstreich und wissen, dass es noch vielen anderen Eckernfördern so geht“, hat sich jetzt Friederike Hinrichs-Kunde an unsere Zeitung gewandt.

 Bereits zu Ostern hätten ihre Feriengäste beklagt, dass das Schiff eingezäunt und mit Flatterbändern versehen sei. „Aber nun zu Pfingsten, die Saison hat bereits begonnen, fehlen uns sämtliche Argumente. Es handelt sich um eine der wenigen kostenfreien Attraktionen für die Kinder unserer Gäste. Und dann ist es nicht zu nutzen. Unfassbar“, beklagt sie. Die Urlauber würden eine Kurabgabe entrichten, Vermieter und Kaufleute eine Fremdenverkehrsabgabe zahlen und alle Eckernförder darüber hinaus ja auch Steuern. „Da sollte eine Finanzierung doch wohl kein Problem sein“, meint Friederike Hinrichs-Kunde.

 Das Schild, das die Eckernförder Touristik und Marketing GmbH (ETMG) am Schiff angebracht hat und auf dem darauf hingewiesen wird, dass das Spielschiff wegen Instandsetzungsarbeiten zur Zeit gesperrt sei und man dafür um Verständnis bittet, wird mittlerweile nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. „Wie lange soll das denn noch vor sich hin rotten?“, fragt eine junge Mutter, die ihren Sohn nur schwer vom Schiff fernhalten kann. Die Nähe zur Terrasse des OIC, die gern von jungen Familien genutzt wird, erschwert es den Eltern vielfach, Verständnis für die lange Dauer der Sperrung zu zeigen.

 Stefan Borgmann, Geschäftsführer der ETMG, kann die Verärgerung verstehen, vermag derzeit aber keinen genauen Zeitpunkt zu nennen, wann die Arbeiten anlaufen beziehungsweise abgeschlossen sind: „Auch wir wünschen uns eine zeitnahe Umsetzung. Doch die Sicherheit der spielenden Kinder steht für uns immer im Vordergrund“, sagt er. Weil sich das Schiff im öffentlichen Raum befinde, verhalte es sich anders als auf privaten Grundstücken. So würden Gutachter der Dekra das Spielschiff regelmäßig in Augenschein nehmen. Ende vergangenen Jahres sei dabei unter anderem festgestellt worden, dass das Ständerwerk angegriffen sei, Balken splittern, Bohlen fehlen und die Metallplatte der Rutsche bei direkter Sonneneinstrahlung zu stark erhitzt werde. Unterm Strich hätten die Gutachter eine erhöhte Verletzungsgefahr festgestellt. Deshalb habe die Touristik seinerzeit auch sofort das Spielschiff gesperrt.

 Dass die Modernisierung sich so lange hinzieht, erklärt Borgmann mit der Bewilligung der finanziellen Mittel. Da das Spielschiff im Rahmen eines EU-Projektes erneuert wird, fehlt noch die Zusage des Ministeriums. „Wir rechnen in den nächsten zwei bis drei Wochen mit der Zusage“, erklärt der Touristikchef. Dann werde der Auftrag an ein lokales Unternehmen vergeben. Weil die Erneuerungsmaßnahmen erheblich sind, sei mit einer Fertigstellung vermutlich erst im August zu rechnen.

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Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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