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„U 34“ zurück vom Manöver

Marinestützpunkt „U 34“ zurück vom Manöver

Bei spiegelglatter See und Sonnenschein ist am Montag „U34“ in den Eckernförder Marinestützpunkt zurückgekehrt. Hinter der Besatzung liegen anspruchsvolle vier Wochen in den Gewässern vor der schottischen Küste. „U34“ nahm an dem Nato-Manöver „Joint Warrior“ teil.

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Festmachen in Eckernförde: Nach einem Monat im Auslandseinsatz betritt die Besatzung von „U34“ wieder heimischen Boden. Zweiter von links: Korvettenkapitän Stephan Busch, Kommandant der 28-köpfigen Besatzung.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Das Manöver ist eine der größten militärischen Übungen in europäischen Gewässern. Am 30. März hatte das Unterseeboot mit seinen 28 Mann Besatzung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Stephan Busch den Heimatstützpunkt Eckernförde verlassen. Auf Nordsee und Atlantik bot die See alles auf – von Flaute bis Sturm. „Teils hatten wir über fünf Meter hohe Wellen, sodass wir die Brücke räumen lassen mussten“, berichtet Kommandant Busch. Auf der Hinfahrt integrierte sich „U34“ in den ständigen Marine-Einsatzverband der Nato SNMG1. Küsten- und Schiffsaufklärung gehörten dabei ebenso zu den Aufgaben der Eckernförder U-Boot-Fahrer wie eine Lagebild-Erstellung und Übungssituationen mit einem niederländischen U-Boot.

 Noch anspruchsvoller gestaltete sich das britische Großmanöver „Joint Warrior“ mit internationalen Partnern. Hier wird das Zusammenspiel von Heer, Luftwaffe und Marine geprobt. „U34“ nahm laut Busch wechselnde Rollen ein – mal als Angreifer, mal als Gejagter. Bei dem zweiwöchigen Manöver mit über 40 Schiffen und Booten zeichneten sich das deutsche U-Boot und seine Besatzung als leistungsfähiger Sparringspartner aus. „Sie haben das U-Boot-Geschwader erfolgreich im internationalen Rahmen repräsentiert und mit viel Biss gezeigt, dass wir in dieser Liga mitspielen können“, lobte der stellvertretende Geschwaderkommandeur, Korvettenkapitän Stefan Mayer, bei der Rückkehr. Dabei nutzte „U34“ auch seine Stärke, dass es aufgrund seiner besonderen Technik schwer zu orten ist. „In der zerklüfteten Meeresregion vor Schottland kann sich ein U-Boot gut verstecken“, so Kommandant Busch.

 Auf die Besatzung wartet in 14 Tagen die nächste Herausforderung. Dann geht es für drei Wochen Richtung Norwegen zunächst zur Ausbildung neuer Wachoffiziere, die die Seeprüfung absolvieren müssen. Im Anschluss, nach einem Besatzungswechsel, folgt dann das ebenfalls dreiwöchige Torpedo-Übungsschießen „Grüner Aal“ mit der norwegischen Marine und anderen deutschen Einheiten. Mayer: „Da liegt noch ein knackiges Programm vor uns.“

 Das in Eckernförde beheimatete U-Boot-Geschwader umfasst derzeit fünf Unterseeboote der Klasse 212A, die mit modernem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind. Ein sechstes und vorerst letztes Boot, „U36“, befindet sich derzeit in der Erprobung und Abnahme. Die Marine hofft, dass „U36“ noch Ende dieses Jahres im Stützpunkt in Dienst gestellt werden kann.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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