5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
„Andreas Gayk“ verlässt Eckernförde

Verkauft „Andreas Gayk“ verlässt Eckernförde

Das Kapitel „Andreas Gayk“ und Eckernförde ist beendet. Nach Angaben des bisherigen Miteigners des ehemaligen Butterdampfers, Rieke Boomgaarden, ist das Schiff verkauft. Montag soll es aus dem Hafen in die Schlei geschleppt werden, um dort auf einer Werft weiter flott gemacht zu werden.

Voriger Artikel
Bekommt der Strand neuen Sand?
Nächster Artikel
Erntedank auf dem Wochenmarkt

Soll am Montag den Eckernförder Hafen verlassen: das ehemalige Butterschiff „Andreas Gayk“.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Freitag lag bereits ein Schlepper am Kai vor dem Bug der „Gayk“. Doch die Wetterlage ließ ein Ablegen noch nicht zu. Mit dem Verlassen des Hafens erfüllt Boomgaarden, dem das Schiff zusammen mit Wolfgang Beyer gehörte, einen Vergleich vor dem Landgericht Kiel. Die Stadtwerke Eckernförde als Hafenbetreiber hatten auf Liegegeld-Forderungen verzichtet, wenn die „Gayk“ im Oktober ihren Platz im Hafen räumt.

 Jetzt ziehen die Eigner einen Schlussstrich unter ein ehrgeiziges Projekt, das letztlich scheiterte. „Eine bittere Pille“, räumt Boomgaarden auf Nachfrage ein. Viel Arbeit, Geld und Herzblut habe man in das ehemalige Butterschiff investiert, um es wieder in Betrieb zu nehmen. Als Kultur- und Restaurantschiff hatte die „Gayk“ vorübergehend ihre Luken geöffnet. Es wieder in Fahrt zu bringen, war den Eignern hingegen bis heute nicht gelungen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hatte mehrfach ein Ultimatum gesetzt. Doch Schiffssanierungen sind ein Unterfangen mit vielen Unwägbarkeiten.

 Seit Januar 2012 lag die „Gayk“ in Eckernförde. Dort wurde sie in aufwendiger Arbeit soweit hergerichtet, dass sie als Restaurantschiff dienen konnte und somit Geld für weitere Sanierungen einspielte. Nach Ablauf des letzten Ultimatums wurde allerdings der Liegeplatz entzogen und damit auch die gastronomische Konzession. Es wurde still auf der „Gayk“. Nach dem Verkauf an einen neuen Eigner kehrt das Schiff nun zunächst an den Ort zurück, wo einst die Geschichte begann: auf eine Werft in Arnis. Dort hatte der Dampfer, vor sich hin rostend, gelegen, als die ersten Sanierungsarbeiten begannen – mit dem Ziel, ein lebendiges Butterschiffmuseum mit Gastronomiebetrieb und Ausflugsfahrten zu schaffen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3