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„Andreas Gayk“ liegt jetzt in Marstal

Werftzeit in Dänemark „Andreas Gayk“ liegt jetzt in Marstal

Die „Andreas Gayk“ liegt jetzt in Marstal. Anfang Oktober sollte das ehemalige Butterschiff zunächst in die Schlei geschleppt werden. Doch dieser Plan wurde kurzfristig geändert. Die „Gayk“ soll nun in einer Werft auf der dänischen Insel Aerö wieder flott gemacht werden.

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Die Odyssee geht weiter: Die „Andreas Gayk“ – hier noch im Eckernförder Hafen – liegt jetzt im dänischen Marstal.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Rieke Boomgaarden aus Eckernförde bestätigte am Mittwoch, dass das Schiff nach Dänemark verholt wurde. Der Plan, es für einen Zwischenstopp in die Schlei zu verlegen, sei kurzfristig gekippt worden. Da die Vereinbarung mit der Werft in Marstal schneller als erwartet zustande kam, fiel der Entschluss, die „Gayk“ direkt dorthin zu schleppen. Boomgaarden ist immer noch Miteigner des Schiffes, hat inzwischen aber einen neuen Kompagnon an seiner Seite. In Marstal soll zunächst das Unterwasserschiff geprüft und abgenommen werden. Dann wollen die Eigner die Maschine und das Getriebe instandsetzen lassen.

 „Unser Plan ist, dass das Schiff spätestens im Frühjahr fahrfähig ist“, sagt Boomgaarden. Angestrebt wird eine Zertifizierung nach ZSUK Zone 2 (Seeschifffahrtsstraßen). „Wir sind optimistisch“, sagt der Miteigner. Nach seinen Angaben haben bereits zwei deutsche Häfen Interesse bekundet, von der „Gayk“ angefahren zu fahren. Doch bis dahin dürfte einiges zu tun sein.

 Auf der dänischen Internetseite Fyens.dk fand sich Mittwoch ein Bericht über ein „altes Motorschiff“ in Marstal, das sich für einen Ausflugsdampfer in einem „ärmlichen Zustand“ befinde. Berichtet wird auch von Plänen des deutschen Kapitäns der „Feodora II“, Alexander Klein, mit einem Schiff wie der „Gayk“ die Dänemark-Route zu beleben. Klein bestätigte auf Anfrage, dass er sich das Schiff angesehen habe. Es habe die Idee gegeben, bei entsprechender Unterstützung durch die Kommunen Aerö und Langballigau über einen Einsatz nachzudenken.

 Nach reiflicher Überlegung habe er sich aber dagegen entschieden, sagte Klein. Aerö würde sich sicher über zusätzliche Gäste freuen, aber am Reeder blieben letztlich die Kosten hängen. Auch der aktuelle Zustand der „Gayk“ und die fehlende Zertifizierung für internationale Fahrt hätten ihn von einem Kauf absehen lassen. Klein will sich künftig weiter auf die Routen Langballigau-Sonderburg und Damp-Laboe mit seiner „Feodora II“ konzentrieren. Beide Angebote seien ausbaufähig. Eckernförde ist auch kommendes Jahr nicht mehr in seinem Programm. Eine ernsthafte Kontaktaufnahme dazu habe es nicht gegeben.

 Die 1970 gebaute „Andreas Gayk“ (später „Sunshine“ und „Rümm Hart“) war viele Jahre von Kiel und Eckernförde aus für Butterfahrten nach Dänemark eingesetzt worden. Zuletzt lag sie – nicht mehr fahrbereit – in Arnis an der Schlei, bevor sie 2012 nach Eckernförde geschleppt wurde.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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