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Den richtigen Ton getroffen

Jungmannschule in Eckernförde Den richtigen Ton getroffen

Diesen Jubel über musikalisches Können dürfte die Kinder, Jugendlichen, Abiturienten der Jungmannschule Eckernförde noch weit in die Ferien hinein tragen. Das Sommerkonzert von 70 Aktiven aller Altersstufen riss das Publikum am Mittwoch in der vollen Stadthalle fast von den Sitzen.

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Mit Spiegelung im lackschwarzen Pianodeckel ist die Aufführung auch optisch doppelt schön.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Klarinette und Flöte, das passt. Die jüngste Musiker vom Gymnasium sind aus dem fünften Jahrgang und spielen sich sofort in die Herzen der Angehörigen und der vielen Gäste von außen, „neugierig sind, was die Schüler so können“. Ein solcher Gast setzt sich erwartungsfroh in die erste Reihe und wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Nach einen Jahr in der Bläserklasse sie so gut, dass ihm Zuhören auf Anhieb Spaß bereitet. Die frische Moderation von Torge Hamann und Eric Dennin macht zudem neugierig, was wohl erst die Bläserklasse sechs drauf hat. Leiterin und Lehrerin Angela Lins beim Dirigieren der zwei Gruppen zuzusehen, macht ebenso viel Freude wie das Zuhören.

Kjell Rothenburger begeistert am Flügel beim Joint Venture von Bläserband und -klasse.

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 Ihr Elan schwappt nicht nur auf Akteure über. Ihr gelingt es mühelos, in der längeren Umbaupause, alle zu mehrstimmigem afrikanischen Gesang zu bewegen. Sponono yekile klingt richtig gut mit Publikums Stimmgewalt. „Wir haben leider immer noch keinen Chor an der Schule“, erklärt sie augenzwinkernd. „Deshalb müssen Sie einspringen.“ Volltreffer landet auch das Orchester Flutes and Friends (Leitung Anke Hanxleden), in dem Streicher mit von der Partie sind. La Mer und Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn klingen besonders interessant. Die Bläserband (Leitung Hiltrud Rockohl) zeigt sich nicht nur vielseitig. Akkordeon und Klavier, dazu auch Percussion und E-Gitarre geben drei anspruchsvollen Stücken Farbe und Tiefe.

 Den Höhepunkt liefert – erwartungsgemäß – Brass Report, die Bigband der Oberstufe. Wer am längsten am Gymnasium ist, hat eben die meiste Erfahrung und Übung. Chef Jörgen Roggenkamp, der 2015 Abitur gemacht und nur drei Jahre in der Bigband spielte, führt seine höchst engagierte Truppe wie ein Profi. „Das Abba Medley wollte ich gar nicht hier aufführen“, verrät er. Musste er aber. „Die Band hat mich gezwungen.“ Und das ist gut so. Frenetischer Applaus und Betteln um Zugaben sprechen eine klare Sprache. Jörgen, der ab Oktober in Berlin Musik studieren wird, nimmt dafür fröhlich die Urkunde entgegen, die ihm seine Musikschüler zum Abschied schenken: Ehrenmitglied bei Brass Report Eckernförde auf Lebenszeit.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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