21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Schlemmen und entspannen beim GTV?

Sportzentrum Gettorf Schlemmen und entspannen beim GTV?

Im Sommer soll das neue Gettorfer Sportzentrum eröffnet werden. Wer die Gastronomieflächen im gläsernen Mehrzweckbau pachten wird, ist noch offen. Auch der Gettorfer Turnverein (GTV) hat den Hut in den Ring geworden. Der Vorstand reichte eine offizielle Bewerbung ein.

Voriger Artikel
Hier nähen auch Männer
Nächster Artikel
Die Fohlen-Fans aus Barkelsby

Speisen und Getränke – nicht nur für Sportler: Rechtzeitig mit der Einweihung des neuen Sportzentrums im Sommer soll auch die Gastronomie an den Start gehen. Die Suche nach einem Pächter ist noch nicht abgeschlossen.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. „Es laufen Gespräche mit Interessenten“, teilte Dirk Schwauna, Fachbereichsleiter für Finanzen und Wirtschaftsförderung beim Amt Dänischer Wohld, auf KN-Anfrage mit.

 Sogar einen konkreten Namensvorschlag haben Vorsitzender Gunnar Buchheim und Geschäftsführer Thomas Glüsing schon im Kopf: Sportivo. Ihnen komme es vor allem darauf an, dass in der Gaststätte des Sportzentrums „sowohl die Interessen der Sportvereine GSC und GTV als auch die der nicht sportbezogenen Gäste berücksichtigt werden“. Auch müsse gewährleistet sein, dass Gäste in Sportbekleidung willkommen sind. Das vom GTV angestrebte Raumkonzept sieht deshalb verschiedene Teilbereiche vor, die die unterschiedlichsten Bedürfnisse berücksichtigen – von der Currywurst und dem Bier nach dem Fußballspiel bis zur großen Familien- oder Mannschaftsfeier mit Menü und dazu passenden Weinen. Was die Speisen- und Getränkeauswahl betrifft, würde der GTV, sofern er den Zuschlag bekommen sollte, zu einem öffentlichen Workshop einladen. Der Betrieb würde mit Personal erfolgen, das der GTV stellt. Glüsing: „Wir gehen da professionell ran.“

 Die Küche des Neubaus ist am Montag, 11. Januar, noch einmal Thema im Bauausschuss (19 Uhr, Amtsverwaltung). Gastro-Profis hatten darauf hingewiesen, dass die Küche in der jetzigen Form für eine Vollgastronomie mit 100 Gästen nicht ausreicht.

 Der Bauausschuss soll deshalb darüber beraten, ob die Küche noch ausgebaut wird. Dirk Schwauna bestätigte außerdem, dass noch überlegt wird, ob der künftige Pächter eine eingebaute Küche übernimmt. Bisher ist dies nicht vorgesehen. Dem GTV würde die jetzige Küche ausreichen. Nach Aussage von Gunnar Buchheim und Thomas Glüsing gab es bereits erfolgreiche Gespräche mit der Firma Gabelfreuden über eine Catering-Kooperation bei größeren Veranstaltungen. Das Kronshagener Unternehmen organisiert unter anderem den Mensabetrieb der Isarnwohld-Schule.

 Der GTV hätte sich am liebsten gemeinsam mit dem GSC um die Pacht beworben. Wie Buchheim und Glüsing sagten, scheue der GSC jedoch die Kosten für die Investitionen und die Pacht (angedacht sind 30000 Euro pro Jahr). Der GSC-Vorsitzende Hans-Dieter „Max“ Paasch bestätigte dies auf Nachfrage. Nach Aussage der GTV-Spitze soll der GSC dennoch profitieren. Als Beispiel wurden Erleichterungen bei der Eigenbewirtschaftung genannt. Bei einem gewerblichen Pächter dürften die Vereine laut Nutzungsvertrag mit der Gemeinde jeweils maximal bei drei Veranstaltungen im Jahr, zum Beispiel beim Gettorf-Lauf oder einem großen Fußballturnier, als Gastro-Versorger auftreten.

 Vor allem der Tanzsparte käme es gelegen, wenn sich die Gemeinde für den GTV entscheiden sollte. Denn dann hätte der Sportverein uneingeschränkt Zugriff auf den Saal. Ein gewerblicher Pächter würde den Tänzern vermutlich keine verlässlichen Trainingszeiten bieten können. Seit 2004 trainiert die Sparte im Vereinsheim. Dort reichen die Kapazitäten jedoch längst nicht mehr aus.

 Der Zugriff auf den Saal im Sportzentrum hätte nach Ansicht Glüsings gleich mehrere Vorteile: Die Tanzsparte hätte optimale Bedingungen, der GTV könnte sich beim geplanten Ausbau von Fitness- und Gesundheitssporträumen im neuen Sportzentrum den Bau eines Saals sparen, und im Vereinsheim wären mehr Kapazitäten für andere Sportaktivitäten vorhanden. Auch könnten neue Angebote geschaffen werden, etwa Ballett. Glüsing: „Die Nachfrage ist da.“

 Buchheim und Glüsing zeigten sich zuversichtlich, dass ihr Konzept wirtschaftlich tragfähig ist. „Wenn die Politik dahinter steht, werden das auch unsere Mitglieder mittragen“, sagte Buchheim. Mit den möglichen Überschüssen aus dem Betrieb der Gastronomie sollen laut Glüsing Vereinssportarten subventioniert werden, die bisher auf eine Querfinanzierung angewiesen seien. Als Beispiel nannte er die Schwimmsparte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3