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Hoffnung für Gasthof Zur Eiche

Dänischenhagen Hoffnung für Gasthof Zur Eiche

Eigentlich sollte am Freitagvormittag der Dänischenhagener Gasthof zur Eiche in Eckernförde versteigert werden. Doch dazu kam es nicht – eine Entwicklung, die in Dänischenhagen die Hoffnung nährt, dass das historische Gebäude erhalten bleiben könnte.

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Zimmer frei für die Dorfgemeinschaft? Bürgermeister Wolfgang Steffen hofft, dass der Gasthof Zur Eiche doch noch mal wieder zum Treffpunkt in Dänischenhagen wird.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Dänischenhagen. Vorangegangen war vergangene Woche die Versteigerung von Pferdestall und Reithalle in der Kirchenstraße, die dem verschuldeten Besitzer der „Eiche“ ebenfalls gehörten. Für eine Million Euro bekam der Dänischenhagener Kay Rönnau dafür den Zuschlag; hinzu kamen noch mal 200000 Euro für Nebenkosten und Altschulden. Dadurch konnte der Gasthof-Besitzer seine Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern erfüllen, ohne dass die „Eiche“ versteigert werden musste.

 Auch Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU) war am Freitag erleichtert, dass es nicht zur Versteigerung kam. Jetzt könne der Eigentümer vor Ort, der auch der Geschichte des Gebäudes verbunden sei, allein entscheiden, was er machen möchte. „Wir wollen mit dem Eigentümer sprechen“, signalisierte Steffen Gesprächsbereitschaft. „Wir hoffen, dass das ein glückliches Ende findet.“ Planerisch gebe es jetzt einige Möglichkeiten. Die Gemeindevertretung war sich in ihrer Sitzung Ende Juli einig, dass das prägende Gebäude erhalten werden soll. Eine Mehrheit hofft zudem, dass die „Eiche“ wieder ein Treffpunkt für Feiern und anderes Dorfleben wird.

 Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und WIR bekräftigten auf Anfrage, dass man mit dem „Eiche“-Eigentümer verhandeln möchte. Es sei ein Vorteil, dass das historische Gebäude weiterhin jemanden gehört, „der hier groß geworden ist“, sagte Tim Gabrys (CDU). Schließlich gehe es um das „Entree“ in Dänischenhagen: „Es wäre jammerschade, wenn die Fassade fällt.“ Es sei wichtig, dass durch die Versteigerung des Reiterhofs der finanzielle Druck auf den Eigentümer weg sei, erklärte Horst Mattig (SPD). Nun gehe es darum, ins Gespräch zu kommen und „in Abwägung beider Seiten zu einer Lösung zu kommen“. Man wisse noch nicht, was der Eigentümer vorhabe, erklärte Ingo Scheffler (WIR): „Wir als Gemeinde werden auf ihn zugehen.“ Denn es gehe darum, die „Eiche“ für die Dorfgemeinschaft zu erhalten: „Ein Anlaufpunkt würde dem Ort gut tun.“ Da sei es „umso besser“, dass das Gebäude einem Einheimischen gehört.

 Zum Dorfleben solle bald auch wieder der Reiterhof gehören, erklärte Kay Rönnau. Er teilt sich die Investition mit René Tank (ebenfalls aus Dänischenhagen) und einem befreundeten Investor aus Hamburg. „Das wird eine große Reitanlage“, sagte Rönnau. Schon bei der Versteigerung im Gerichtssaal in Eckernförde habe er 33 Anfragen für Ställe bekommen. Auch Reitlehrer hätten Interesse gezeigt. Schon jetzt gebe es so großes Interesse, dass die Kapazitäten nicht reichten: „Wir haben zumindest nicht aufs falsche Pferd gesetzt.“

 Das Käufertrio plant nach Angaben von Rönnau neben der herkömmlichen Haltung in Boxen mit Paddock auch Angebote wie Offen- und Bewegungsstall. Dafür sind weitere Investitionen geplant. „In einem halben bis dreiviertel Jahr soll der Betrieb losgehen“, hofft er: „Wir wollen die Pferdehaltung wieder nach Dänischenhagen bringen.“

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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