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Kirchbauverein Gettorf Dieser Kalender hilft helfen

Der Gettorfer Kirchbauverein wird sich mit 40 000 Euro an der Sanierung der Heizung in St. Jürgen beteiligen. Dies hat Vorsitzende Hannelore Struve jetzt der Kirchengemeinde zugesagt. Mit dem druckfrisch vorliegenden Kirchenkalender 2017 sollen weitere Fördermittel akquiriert werden.

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Mit St. Jürgen durchs Jahr 2017: Zum zehnten und zugleich letzten Mal ging Friedrich-Paul Schenck auf Fotopirsch für den Kirchenkalender.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Zum zehnten Mal hat Friedrich-Paul Schenck das Gettorfer Wahrzeichen mit seinem 64 Meter hohen Turm aus den verschiedensten Perspektiven von innen und von außen abgelichtet und dabei auch auf interessante Details geachtet. Für das Aprilblatt fotografierte der pensionierte Geologe das älteste Inventarstück der Kirche, den aus dem Jahr 1424 stammenden Taufkessel. Knapp 300 Jahre jünger ist der Taufdeckel.

 Im Januar gewährt der Kalender einen Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel. Der 150. Geburtstag dieses von Marcussen & Søn im dänischen Apenrade geschaffenen Instruments ist kürzlich mit einer großen Konzertreihe gefeiert worden.

 Passend zum Lutherjahr 2017 ist das Septemberblatt dem Reformator gewidmet. Der Marienaltar erinnert an die vorreformatorische Vergangenheit der Gettorfer Kirche. Die erste lutherische Predigt wurde dort 1523 gehalten. Friedrich-Paul Schenck fotografierte für den Kalender das in der Kirche hängende Luther-Porträt, das 1883 gemalt und 2015 restauriert wurde. Auch außerhalb der Kircheninsel fand der Fotograf Motive. Ein Bild vom Pastorat I, das 1843 am Ende des Pastorengangs gebaut wurde, illustriert den Juni, durch den Juli geht es mit einem Foto des Pastorats II in der Herrenstraße. Dieser spätklassizistische Backsteinbau entstand 1845.

 Für Hannelore Struve sind die Kalender „der beste Kirchenführer, den wir haben“. „In den ersten Jahren mussten die Bilder noch per Hand aufgeklebt werden“, erinnert sich Friedrich-Paul Schenck. Mittlerweile sorgt Rike Köhrsen am PC für das Layout der digitalisierten Bild- und Textdateien.

 Der Kalender für 2017 wird zugleich der letzte seiner Art sein. In den vergangenen Jahren sei es zunehmend schwieriger geworden, Motive zu finden, beschreibt Friedrich-Paul Schenck das Problem. Es gibt bereits neue Pläne. Schenck: „Wir denken über einen Kirchenführer nach.“

 Der aktuell 263 Mitglieder zählende Kirchbauverein hat nicht nur Kalender in seinem Bauchladen-Sortiment. „Nach drei Jahren Pause bieten wir jetzt wieder einen St.-Jürgen-Marzipantaler von Niederegger an“, so Hannelore Struve. Darüber hinaus können mit dem Kauf von Kerzen, St.-Jürgen-Wein (rot und weiß), Secco, silbernen Schutzengeln, Einkaufswagen-Chips, Kugelschreibern mit eingebauter Taschenlampe und einer CD mit Orgelmusik des früheren St.-Jürgen-Kantors Simon Harden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen unterstützt werden.

 Als größte Einzelmaßnahme beteiligte sich der Kirchbauverein 2012 mit 55 000 Euro an der Sanierung des Kirchturms. Die bevorstehende Erneuerung der Heizung, die der Verein mit 40 000 Euro bezuschusst, soll zu einem besseren Raumklima beitragen und damit auch die Kunstgegenstände und die Orgel vor Schimmelbefall schützen. Die Restaurierung der Orgel ist nach Auskunft von Hannelore Struve das nächste große Projekt, für das der Kirchbauverein Geld sammelt.

 Der St.-Jürgen-Kalender 2017 ist ab sofort für zehn Euro im Kirchenbüro am Pastorengang, im Farbenhaus Struve in der Süderstraße und nach den Gottesdiensten in der St.-Jürgen-Kirche erhältlich.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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