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Rückenwind für Sönke Rix

SPD-Kreisparteitag Rückenwind für Sönke Rix

Auf dem Kreisparteitag der SPD am Sonnabend in Eckernförde wurde der amtierende Vorsitzende und Eckernförder Bundestagsabgeordnete Sönke Rix mit großer Mehrheit wiedergewählt. Auf ihn entfielen fast 98 Prozent der Stimmen der 84 anwesenden Delegierten bei nur einer Gegenstimme.

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Mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt: Der SPD-Kreisvorsitzende Sönke Rix (rechts) und seine Stellvertreter Serpil Midyatli und Götz Borchert.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Noch besser schnitt mit 100 Prozent nur noch seine Stellvertreterin und Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli (Gettorf) ab. Mit knapp 92 Prozent folgte Götz Borchert (Dänischenhagen), der ebenfalls als zweiter Vorsitzender bestätigt wurde. Wiederwahl hieß es auch für Kassierer Peter Skowron (Eckernförde) und Schriftführerin Heidrun Isolt (Eckernförde).

 Rix hatte zuvor ein Bild der neuen Stärke der SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde gezeichnet. Die Vielzahl an Aktivitäten der Ortsvereine zeigten, „die SPD lebt“. Seit der vergangenen Kommunalwahl stelle man mehr Gemeindevertreter und Bürgermeister als zuvor. Dennoch sei es nicht immer einfach, die Mitglieder bei Laune zu halten, so Rix. Bundesweit steckt die SPD im Umfragetief. „Wir müssen das Thema soziale Gerechtigkeit mehr in den Mittelpunkt stellen“, forderte der Kreisvorsitzende. Andere Redner mahnten ebenfalls ein schärferes Profil der Partei etwa mit Blick auf prekäre Arbeitsverhältnisse an. Die Europaabgeordnete Ulrike Rodust bezeichnete den in vielen Ländern neu erwachten Rechtspopulismus als brandgefährlich. „Ich hätte nie gedacht, dass Faschismus wieder eine reale Bedrohung wird.“

 Vor dem Hintergrund des weiteren Ausbaus der Windenergie in Schleswig-Holstein beschloss der Kreisparteitag einen Änderungsantrag aus dem Ortsverein Dänischenhagen. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, ein ähnliches Gesetz wie in Mecklenburg-Vorpommern zur Beteiligung von Bürgern und Gemeinden an Windparks zu erlassen. Der Antrag des Kreisvorstands, den Mindestabstand von Windanlagen auch zu Splittersiedlungen (derzeit 400 Meter) auf einheitlich mindestens 800 Meter festzulegen, fand keine Mehrheit. Statt der Betrachtung eines Einzelkriteriums wurde ein Gesamtpaket Windenergie zum kommenden Landtagswahlprogramm gefordert. Eine klare Haltung gibt es im Kreisverband gegen das Ackergift Glyphosat und gegen Fracking.

 Bei den weiteren Vorstandswahlen wurden Christiane Buhl (Rendsburg), Andreas Fleck (Felde), Bernhard Fleischer (Sehestedt), Katja Ludwig (Ottendorf), Iris Ploog (Hohenwestedt), Robert Schall (Kronshagen), Kurt Scherbarth (Timmaspe) und Jürgen Strack (Neuwittenbek) als Beisitzer gewählt. Zwischen Fleischer und Jonas Kramer kam es zu einem Patt. Kramer verzichtete freiwillig, da er als Vorsitzender des größten SPD-Ortsvereins (Eckernförde) im Kreis genug Möglichkeiten habe, sich in die Kreisverbandsarbeit einzubringen. Der SPD Rendsburg-Eckernförde gehören derzeit 2115 Mitglieder an, das sind 182 weniger als vor zwei Jahren. Künftig soll es mehrmals jährlich Mitgliederkonferenzen geben.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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