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Gasthof „Zur Eiche“: SPD-Fraktion weist Vorwürfe zurück

Gasthof "Zur Eiche" Gasthof „Zur Eiche“: SPD-Fraktion weist Vorwürfe zurück

Die SPD-Fraktion Dänischenhagen weist Vorwürfe gegen die Politik durch die Hauptgläubigerin des Eigentümers des historischen Gasthofs „Zur Eiche“ zurück. Sie gibt der Gemeinde Schuld, dass die Immobilie weiter verfällt.

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Droht in Kürze die Zwangsversteigerung? Der Eigentümer des Gasthofs zur Eiche hat das Grundstück noch nicht verkauft. Die Hauptgläubigerin fordert jetzt ihren Anteil und strebt die Zwangsvollstreckung an.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischenhagen. „Es wird behauptet, die Gemeinde habe keine Gespräche mit dem Eigentümer und ihr geführt. Das Gegenteil ist der Fall“, sagte Fraktionschef Horst Mattig gestern. „Es gab von Beginn an offene Gespräche über Konzepte und Bauvorhaben im Dorfkern, zu dem der private Gasthof mit großem Grundstück gehört. Auch wenn Frau Reher nicht Eigentümerin ist, so war sie an den Gesprächen beteiligt.“ Auch die Interessenvertreter von Eigentümer und Gläubigerin seien eingebunden gewesen.

„Weiter waren Ausschüsse und Gemeindevertretung, in denen das Thema intensiv besprochen wurde, sowie die Bürgerwerkstatt zur Dorfkerngestaltung öffentlich. In der AG Eiche war auch der Eigentümer vertreten“, so Mattig.

Anne-Christina Reher, frühere Lebenspartnerin des Eigentümers, wirft der Gemeinde jetzt vor, sie verzögere durch Veränderungssperren und Entwicklung eines Bebauungsplans für den Dorfkern den raschen Verkauf der betroffenen Immobilien sowie die Neugestaltung des Dorfkerns. Der Gasthof mit Saal steht unter Denkmalschutz, verfällt aber zusehends. Zu dem Eigentum gehört auch ein Reitstall in der Kirchenstraße, der leer steht. Auch den hatten der Eigentümer und seine Ex-Partnerin vor ihrer Trennung gemeinsam betrieben. Reher hatte ihr Familienerbe in sechsstelliger Höhe in die Projekte eingebracht. Das Geld fordert sie jetzt zurück. Da sie einen Vollstreckungstitel besitzt, ist eine Zwangsversteigerung beider Immobilien wahrscheinlich. Der Eigentümer strebt einen Verkauf in Millionenhöhe an. Zum Vertragsabschluss mit einem Investor kam es bisher jedoch nicht.

Horst Mattig: „Frau Rehers legitime Forderungen bezweifelt keiner. Aber als Kommunalpolitiker haben wir auch das Gemeinwohl und die Zukunft des Dorfes im Auge. Darum geht es in erster Linie: Erhalt des privaten historische Gasthofs, der die alte Dorfmitte markiert, und den baurechtlichen Rahmen für eine behutsame Dorfkerngestaltung mit neuem Wohnraum geben. Aus meiner Sicht ist auch der Erhalt der Reitanlage erstrebenswert. Sie verfällt ohne Not.“

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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