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Kreisbahnstrecke macht Fortschritte

Modellbauer Kreisbahnstrecke macht Fortschritte

Der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) hat Großes vor. Derzeit basteln die Modelleisenbahner an einer Rekonstruktion der Kreisbahn Eckernförde-Kappeln, die bis Ende der 50er Jahre in Betrieb war. Gleichzeitig sucht der TEE nach neuen Räumen.

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Rainer Springer vom TEE begutachtet das Segment mit der Tunnelunterführung unter der Schleswiger Straße in Eckernförde. Es ist eins von 50 Segmenten, die für die Gesamtstrecke Eckernförde-Kappeln erforderlich sind.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. In 50 einzelnen Segmenten entsteht die Kreisbahnstrecke im Mini-Format. 13 Bahnhöfe und Haltestellen zwischen Eckernförde und Kappeln werden mit viel Liebe zum Detail wieder zum Leben erweckt. „Wir sind etwa zur Hälfte fertig“, erläutert Klaus Vogt, einer der Hobby-Modellbauer im TEE. Die Haltestellen Dörphof, Brodersby/Meierei und Ellenberg/Brodersby sind bereits komplett. Barkelsby ist noch in Bau, und an Kappeln mit der alten Drehbrücke arbeitet der TEE-Vorsitzende Manfred Seiler bei sich zu Hause. „Fast alle Häuser bauen wir selbst“, sagt Vogt. Denn sie sollen nicht aus dem Bausatz stammen, sondern den Originalen entsprechen.

 Da ist zum Beispiel die Meierei Brodersby, vor der gerade ein Pferdefuhrwerk hält, um Milchkannen auszuladen. Oder die Gärtnerei Seeger, bei der die Glasdächer künstlich gealtert wurden, damit sie nach Gebrauch aussehen. Recherchiert haben die Modellbahnfreunde zwischen historischen Fotos, alten Ansichtskarten und Landkarten des Statistischen Landesamtes Kiel aus den 50er Jahren. So entstehen neben den Gebäuden an der Bahnstrecke auch Wiesen, Straßen, Brücken und Gärten.

 Der Clou der Anlage ist das Segment-System. Die einzelnen, ein Meter mal 60 Zentimeter großen Teile lassen sich überschaubar fertigen und dann zur Gesamtstrecke aneinandersetzen. Da ist Millimeter-Arbeit gefragt, damit die Schienenabschnitte anschließend auch zusammenpassen. Sechs TEE-Mitglieder arbeiten derzeit an der Anlage. Der Jüngste ist Henning (12), der an dem Segment Dörphof/Schuby bastelt. Beim Besuch der TEE-Anlage im Museum (Eckernförde 1951) war seine Begeisterung sofort entfacht. Inzwischen kann er sogar Weichenstellpunkte löten. Im Sommer ist einer öffentliche Vorführung der Strecke Eckernförde-Kappeln geplant – soweit sie dann schon fertig ist.

 Um weiter arbeiten und planen zu können, sucht der TEE eine neue Unterkunft. Bislang konnten die Modellbahner ein Halbhaus der Stadtwerke am Bornbrook zu günstigen Konditionen nutzen. Doch das muss jetzt saniert werden. „Wir brauchen 80 bis 100 Quadratmeter, heizbar und mit Sanitär“, sagt Rainer Springer vom TEE-Vorstand. Viel zahlen kann der Verein, in dem derzeit 21 Mitglieder organisiert sind, darunter drei Jugendliche, jedoch nicht. Wer weiterhelfen möchte, meldet sich bei Klaus Hinrichsmeyer, Tel. 04351/9099305, oder E-Mail an klaus.hinrichsmeyer@web.de

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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