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Runde für Runde gegen den Krebs

Eckernförde Runde für Runde gegen den Krebs

„Alles hat perfekt geklappt“, freut sich Wienke Voß, Organisatorin der Veranstaltung Lauf ins Leben. Es ist bereits der elfte Lauf, der am Sonnabend und Sonntag auf dem Gelände des Eckernförder Schulzentrums zugunsten der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft stattfindet.

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Die Luftballons stehen für die Betroffenen. Ihnen folgen die vielen Teilnehmer, die sich mit ihnen und ihrem Kampf gegen den Krebs solidarisch fühlen.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Die Teams sind eingespielt, viele sind von Anfang an dabei, und auch das Wetter spielt mit. Fast: Am Sonntag kurz vor Schluss öffnet der Himmel doch noch seine Schleusen, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch, gut 36000 Euro an Spenden kann Voß verbuchen.

 43 Mannschaften und 19 Einzelkämpfer haben sich diesmal auf die Aschenbahn des Sportplatzes gewagt. Ob laufen, gehen oder walken – nur das Mitmachen ist wichtig. Denn es steht für das Mitfühlen mit den betroffenen Krebspatienten, die traditionell auch in diesem Jahr die Auftaktrunde gehen – begleitet von zwei Schornsteinfegern, die Glück bringen sollen.

 Der Rasen ist belegt von den Zelten der teilnehmenden Gruppen, allein der Gettorfer Turnverein (GTV) ist mit 60 Läufern vertreten, berichtet Vereinsmitglied Helga Ballert. Und der GTV-Vorsitzende Gunnar Buchheim hat sich für die Zeit von 3 bis 4 Uhr nachts eintragen lassen. „Die schönste und besinnlichste Zeit“, schildert er seine Erfahrung. „Und man sieht die Sonne aufgehen.“ Das könne man auch symbolisch sehen, so Buchheim.

 Über 500 Kerzentüten seien verkauft worden, berichtet Voß. Und die stehen nachts am Wegesrand und beleuchten den Weg. Bemalt sind sie mit Motiven, die etwas mit den von der Krankheit Betroffenen zu tun haben, ihnen etwas bedeuten. Oder bedeuteten, denn einige von ihnen können in diesem Jahr nicht mehr dabei sein, sie sind zu krank oder verstorben. Bei diesem Lauf wird an sie alle gedacht.

 „Sie bekunden Ihre Solidarität und setzen ein Zeichen, dass ein Leben mit der Krankheit Krebs möglich ist“, richtet sich Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel an die Adresse der Teilnehmer. Das gemeinsame Ziel sei der Kampf gegen die Krankheit. Wenn man den gewinne wolle, müsse man über Krebs gut informiert sein. „Nutzen Sie das Beratungsangebot vor Ort“, so Sibbel weiter, bevor er selbst zu einer eineinhalbstündigen Lauftour startete.

 Solidarität und Großzügigkeit bestimmen diese zwei Tage. So interessiert sich Ilona Möller im Eingangszelt für ein Bild, das Claudia Kassner gemalt und ausgestellt hat. 25 Euro Mindestgebot werden aufgerufen als Spende für die Krebsgesellschaft, doch Möller blättert 40 Euro hin. „Ich würde auch gern 100 Euro zahlen, aber das kann ich mir nicht leisten“, sagt sie. Großzügig sind auch die Strandläufer von der Insel Föhr: 2900 Euro haben sie bereits auf der Insel gesammelt und übergeben sie den Veranstaltern. Der Zufall entscheidet: Sie bekommen auch den Preis für das einfallsreichste Zelt. Im sechsten Jahr haben die Strandläufer ihr Zelt mit einem Netz überspannt und viele Schmetterlinge dafür gebastelt.

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