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Schiffer bleiben in Berlin auf Kurs

Traditionsschiffe Schiffer bleiben in Berlin auf Kurs

Die Erwartung war hoch bei den Traditionsschiffern, die Enttäuschung groß nach dem Treffen im Bundesverkehrsministerium Berlin am Dienstag. Trotzdem sieht der Dachverband ehrenamtlich betriebener schwimmender Kulturgüter, die Gemeinsame Kommission historische Wasserfahrzeuge (GSHW), nicht schwarz.

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Traditionsschiffe sind für Häfen wie Eckernförde auch Tourismus-Faktor. Ehrenamtliche deutsche Schiffer befürchten, dass sie bald an Regeln wie holländische Großsegler gemessen werden, die professionell geführt werden. Das trifft zum Beispiel auf die "Artemis" (hinten) zu.

Quelle: Cornelia D. Müller

Eckernförde. „Wir hatten ein gutes Gespräch. Es gibt einige konkrete Zusagen. Nach meiner Einschätzung ist die Tür offen“, betont Jan-Matthias Westermann, Vorsitzender der GSHW. Er vertritt die Eigner von über 100 deutschen Traditionsschiffen. „Allerdings ist vorab viel Vertrauen verloren gegangen. Das erklärt die Skepsis und die Emotionalität, nachdem das Ministerium klargestellt hat, an der geplanten schärferen Schiffssicherheitsverordnung (SchSVO) festzuhalten."

Berlin peilt die umgekehrte Strategie an: Erst die neue Verordnung erlassen, dann in Gesprächen Einzelheiten und Erleichterungen festlegen. Westermann beruft sich auf die konkrete Aussage von Staatssekretär Enak Ferlemann, der Bestand der Traditionsschiffe solle erhalten bleiben. Weitere Zusage ist die Schaffung einer Ombudsstelle für Unstimmigkeiten. Das Ministerium habe außerdem bestätigt, was Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) versprochen habe: zweckgebundene Zuschüsse an Eigner und Vereine, wenn es finanzielle Schwierigkeiten bei der Umsetzung einzelner Sicherheitsregeln gibt. Westermann: „Es ist jetzt Aufgabe der GSHW, mit dem Ministerium weiter zu verhandeln und Zusagen in tragfähige Vereinbarungen umzusetzen." Das nächste Treffen mit der GSHW und den Skippern in Berlin sei vereinbart. Als Unsicherheitsfaktor gilt jetzt die EU. Dem Vernehmen nach wurde die geplante deutsche SchSVO auf europäischer Ebene vor wenigen Tagen zurückgewiesen.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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