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Osdorfer bangen um ihren Krug

Dibberns Gasthof Osdorfer bangen um ihren Krug

Bürgermeister Joachim Iwers (WgO) spricht von einer „Katastrophe“, Vereine und Verbände fürchten um ihre Heimat und damit letztlich auch um ihre Existenz. In Osdorf droht zum 30. Juni 2018 die Schließung von Dibberns Gasthof. Die Immobilie an der Noerer Straße steht zum Verkauf.

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Gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt der Gemeinde: Dibberns Gasthof an der Noerer Straße. Die traditionsreiche Gaststätte steht zum Verkauf.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Osdorf. Da sie sich nach einem arbeitsreichen Berufsleben zur Ruhe setzen möchte, aber keine familiäre Folgenutzung erkennbar ist, hat sich Renate Mohr dazu entschlossen, die traditionsreiche Gaststätte zu verkaufen. So steht es in einem von Joachim Iwers verfassten Bürgermeisterbrief. Für ihn, so schreibt er, seien die Beweggründe der Eigentümerin „absolut einleuchtend und nachvollziehbar“. Renate Mohr selbst wollte sich auf Nachfrage nicht zu ihren Verkaufsplänen äußern.

Nach Überzeugung des Bürgermeisters wäre es „ein herber Rückschlag für unsere dörfliche Struktur und Kultur“, wenn Dibberns Gasthof Mitte nächsten Jahres dichtmachen sollte. Erst im vergangenen Jahr musste die Gemeinde die Schließung der Sparkassenfiliale hinnehmen.

Joachim Iwers will sich für eine „lückenlose Fortsetzung“ des Gaststättenbetriebes stark machen. In einem Gespräch mit den Vorsitzenden der großen Vereine warb er für ein Genossenschaftsmodell. Seine Idee: „Die Genossenschaft stellt sich dem Bieterverfahren, kauft die Liegenschaft und setzt den Betrieb mit Leib und Seele, so wie wir es immer bei der Familie Mohr gewohnt waren, fort.“ Mehrere Bürger hätten bereits Interesse gezeigt, sich an einer Genossenschaft zu beteiligen. Jetzt komme es darauf an, dass dieses Modell eine feste Plattform bekommt, um in einen Kauf einsteigen zu können.

Von der Schließung der Gaststätte wären zum Beispiel die OSV-Sportschützen betroffen. Auf den Schießstand in Dibberns Gasthof haben sie Nießbrauchrecht. Auch der Gemischte Chor Osdorf und die aus der Landjugend hervorgegangene Osdörper Speeldeel nutzen die Gaststätte bereits jahrzehntelang.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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