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Strandkörbchen für Vierbeiner

Strande prüft Strandkörbchen für Vierbeiner

Eckernförde hat den Schlafstrandkorb. Bekommt Strande den Hundestrandkorb? Die Gemeindevertretung prüft jetzt, ob am Hundestrand an der Promenade zehn Körbchen für Hund und Herrchen aufgestellt werden können. Darauf einigten sich die Kommunalpolitiker Montagabend.

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Anngret Wagner-Harken aus Strande vermisst den Strandkorb für Hund und Besitzer schon lange. „Wäre absolut cool, auch für unsere Sommergäste“, sagt sie.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Strande. Der Ausschuss für Soziales, Kultur und Tourismus hatte den SPD-Antrag weitergereicht. „Das wär‘ ja der Hammer!“, reagiert Annegret Wagner Harken spontan begeistert, als sie Dienstag beim Strandspaziergang mit Moreen, Sammy und Juliet davon hört. „Ich würde mir sofort einen Korb hinstellen.“ Ihre drei Cockerspaniels kümmert das zwar gerade nicht. Sie genießen noch fröhlich den unbegrenzten Auslauf am Kurstrand. Ab 31. März ist Schluss fürs Hundevergnügen am schönen weißen Badestrand, wo ab 5. April wieder 450 bunte Strandkörbe stehen. Immerhin gibt es dann den neu definierten Strandabschnitt an der Promenade, an dem sich Vierbeiner während der Saison mit ihren Besitzern aufhalten dürfen. Weiter in Richtung Leuchtturm, wo es steinig ist und keiner badet, hatten sie bereits freie Bahn.

 „Damit reagiert die Gemeinde auf die steigende Zahl der Hundebesitzer in Strande“, weiß Touristikchef Heiko Drescher. „Auch von Gästen werde ich oft gefragt, ob man bei uns mit dem Hund an den Strand darf.“ Das und die ungebremsten Nachfragen nach dem eigenen Korb, die längst nicht befriedigt werden, hatte die SPD zu dem Vorstoß veranlasst. Gleich drei Anträge rund um den Strandkorb brachte sie ein. Zehn private Körbe mehr insgesamt, zehn für Hundehalter und eine Regelung, die den Gastronomen verbietet, Privatkörbe zugunsten der eigenen Mietkörbe zu verrücken. Allein der Hundestrand-Antrag wurde nicht komplett abgeschmettert.

 „Aber wie soll das funktionieren mit dem Hundekorb?“, fragten die Skeptiker am Montag. „Der Korbbesitzer muss nachweisen, dass er einen Hund hat. Man könnte sich ja sonst einen Sonnensitz erschleichen, nachdem man lange erfolglos auf der Warteliste für einen Stellplatz am Kurstrand stand. Was ist, wenn der Hund verstirbt? Wer prüft das? Oder wenn man den Korb unter der Hand an Menschen ohne Hund weitergibt? Schreibt die Strandsatzung womöglich vor, dass wegen der Strandkörbe auch der Hundestrand ein bewachter Strand sein muss?“

 „Fragen über Fragen“, räumt auch Heiko Drescher ein. „Der Korb am Hundestrand ist ein eher schwieriger Fall.“ Hundehalterin Wagner-Harken ist trotzdem erst einmal optimistisch. „Das wäre ein Pluspunkt für eine Tourismusgemeinde“, sagt sie „Ich selbst vermiete an Sommergäste mit Hund. Sie dürfen bislang nur in meinem Garten mit ihrem Liebling im Korb sitzen. Ein geschützter Platz am Hundestrand wäre ein weiterer Grund, Urlaub in Strande zu machen.“

 Koch Markus Schulz und Bedienung Sarah Seyfert aus dem Strandlokal Das Kaiser pflichten ihr gleich bei. Auch sie sind Hundehalter „und immer ein bisschen enttäuscht, dass wir am Strand überall benachteiligt sind“.

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Cornelia Müller
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Der Countdown für den Start in die Strandkorbsaison an Schilksees Küste läuft. Noch stehen die Freiluftsitzmöbel in ihrem Winterlager auf dem Dachboden einer Scheune auf Gut Eckhof in Strande. Mit einem Teleskop-Lifter sollen sie am Montag, 21. März, nach unten in das Parterre befördert werden.

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