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Konzept soll Geburtshilfe festigen

Imland-Klinik Konzept soll Geburtshilfe festigen

Die Gesellschafterversammlung der kreiseigenen Imland-GmbH soll am 27. März über die Zukunft der kinderärztlichen Belegabteilung („Kinderstation“) am Krankenhaus Eckernförde entscheiden. Der Aufsichtsrat empfiehlt eine Auflösung der Drei-Betten-Abteilung.

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Während der Kinderstation an der Eckernförder Imland-Klinik das Aus droht, soll die Geburtshilfe gefestigt werden.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Gleichzeitig wird an einem Konzept zur langfristigen Sicherung der erfolgreich laufenden Geburtshilfe gearbeitet. Die drei Betten der Kinderabteilung sollen nach Vorschlag des Aufsichtsrates neu aufgeteilt werden: Zwei würden der Gynäkologie/Geburtshilfe zugeschlagen, die derzeit elf Planbetten umfasst, und eines der Chirurgie. Die Fachabteilungen des Krankenhauses stünden für die ärztliche Versorgung von Kindern weiter zur Verfügung, unterstrich das Gremium (wir berichteten). Eine stationäre Versorgung in einer pädiatrischen Belegklinik, die es bis November gab, wird nach dieser Empfehlung aber nicht wieder aufgenommen.

 Die Einstellung der „Kinderstation“ hat bislang keine Auswirkungen auf die Geburtsstation, der zusätzlich ein kinderärztlicher Rufdienst an die Seite gestellt wurde. Dennoch sorgen sich manche um die Zukunft, sind doch in jüngster Zeit bundesweit viele kleinere Entbindungsstationen geschlossen worden. Im Imland-Verbund hat der Kreis als Träger ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Kreistagsabgeordnete wie Jörg Hollmann (CDU) schätzen die Eckernförder Geburtsstation als „sehr wichtig“ ein, gerade vor dem Hintergrund steigender Zahlen. 2016 wurden hier über 800 Kinder zur Welt gebracht – ein neuer Höchststand. Sein Kollege im Kreistag, Martin Klimach-Dreger (SPD), spricht von einer Einrichtung der Daseinsvorsorge, die nicht in Frage gestellt werden dürfe.

 Derzeit wird in der Imland-Klinik an einem Konzept gefeilt, das den Erhalt der Geburtshilfe längerfristig sichern soll. In zwei Wochen soll es beratungsreif sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Schulz hält aus seiner Sicht zunächst eine Belegabteilung für „zielführend“. Aber es gebe auch Belastungen, die nicht leistbar seien. Zu präferieren sei dann eine Hauptabteilung, die die bisherigen Belegärzte einbezieht. Sie könnten beispielsweise als leitende Ärzte in Teilzeit eingestellt werden. Gespräche dazu mit den vier Gynäkologen laufen noch.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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