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Es ist fast alles ausgebucht

Touristen in Eckernförde Es ist fast alles ausgebucht

Bei dem wechselhaftem Wetter mag Strandstimmung noch nicht so recht aufkommen. Doch die Touristiker blicken voller Zuversicht auf die Hochsaison. „Fast ausgebucht“, vermeldet Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH (ETMG), für die Monate Juli und August.

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Ulrike und Hans Krauter aus Baden-Württemberg sind sich einig: „Wir brauchen kein Strandwetter, wird gucken uns auch gerne etwas an und sind mit dem Rad unterwegs.“

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Am 11. Juli starten zudem die Ferien der Nordrhein-Westfalen, die mit 46 Prozent stärkste Urlaubergruppe im Ostseebad Eckernförde. Bei dem wechselhaftem Wetter mag Strandstimmung noch nicht so recht aufkommen. Doch die Touristiker blicken voller Zuversicht auf die Hochsaison. „Fast ausgebucht“, vermeldet Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH (ETMG), für die Monate Juli und August. Am 11. Juli starten zudem die Ferien der Nordrhein-Westfalen, die mit 46 Prozent stärkste Urlaubergruppe im Ostseebad Eckernförde.

 Die zweitgrößte Gruppe, die Niedersachsen (25 Prozent), sind schon da. Weitere jeweils 12 bis 13 Prozent der Gäste stellen Hamburger und Schleswig-Holsteiner, deren Ferien allerdings erst im zweiten Juli-Drittel beginnen. Ein positiver Buchungstrend zeichnet sich bereits ab. Schon jetzt werden laut Borgmann anhand der Provisionszahlungen der Vermieter für Juli und August fast die Maximalzahlen erreicht. „Bis in den Juli hinein haben wir insgesamt 25 Prozent mehr Gäste.“ In der Vorsaison und im Juli gab es noch einmal einen extremen Anstieg. „So haben wir das noch nie gehabt“, freut sich der ETMG-Chef. Die Gründe sind vielfältig: Der Klimawandel im Mittelmeerraum sowie Terroranschläge in den Urlauberhochburgen Türkei und Ägypten treffen mit dem Trend zusammen, wieder verstärkt Urlaub im eigenen Land zu machen. Auffällig: „Die Ostsee ist stärker als die Nordsee geworden“, sagt Borgmann. Hier wurde viel Geld in die Infrastruktur investiert. Dazu kommt eine effektivere Vermarktung der Region über die LTO Eckernförder Bucht, der Lokalen Tourismus Organisation. Und eine Erweiterung des Angebots: Der neue Wohnmobilstellplatz mit seinen 49 Plätzen beispielsweise ist bei rollenden Campern sehr beliebt.

 In der Touristinformation glühen unterdessen die Drähte. „Unterkünfte für mehr als zwei Personen sind von Mitte Juli bis Ende August schon ein Problem“, weiß Marnie Schaefer, Leiterin Tourismus. „Es gibt immer mal wieder Lücken, und wir vermitteln auch ins Umland.“ Vor allem Urlauber mit Kindern und ältere Gäste fragen nach Quartieren. Die Ansprüche an die Unterkünfte sind mitunter hoch: zentrums- und strandnah, zwei getrennte Schlafzimmer und günstig. Ganz extrem, so Schaefer, war der Andrang für die Zeit rund um das „Pur“-Konzert am Eckernförde Südstrand Mitte August.

 Nach wie vor boomt der Rad-Tourismus. „Neben Postkarten sind die Radtourenkarten bei uns der Renner“, sagt Schaefer. Auch Strandkörbe werden teils schon vorgebucht. Einen regelrechten Hype haben die Schlafstrandkörbe ausgelöst, von denen zwei in Eckernförde zu mieten sind. „Juli und August ist alles weg“, so die Touristikerin. Ebenfalls immer beliebter, vor allem bei Gruppen, werden die Stadtführungen.

 Gebucht werden Unterkünfte zunehmend per Internet. Erstmals registrierte die Touristik in Eckernförde mehr Buchungen als Anfragen. Vor allem die Generation Smartphone reserviert per Mausklick ohne vorherige Anfrage. „Da ist es gut, dass inzwischen 70 Prozent unserer Vermieter online buchbar sind“, sagt ETMG-Geschäftsführer Borgmann. Von den rund 3000 Buchungen bis Juni (plus sieben Prozent) liefen zwei Drittel rein über das Internet.

 Wer derzeit Eckernförde besucht, hat anderes im Sinn als Baden und Sonnen. „Vor den Ferien ist es etwas ruhiger“, sagen Ulrike und Hans Krauter. Sie haben sich den Flyer „Stadtrundgang“ bei der Tourist-Info besorgt. Am Strand liegen wollen die beiden Urlauber aus Baden-Württemberg nicht. Sie unternehmen lieber eine Radtour oder erkunden ein Städtchen wie Eckernförde. Und das Wetter? „Darauf stellen wir uns ein.“

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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