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Kindern eine Perspektive geben

Unicef-Gruppe Kindern eine Perspektive geben

Vor zehn Jahren gründete sich die Eckernförder Unicef-Gruppe neu – mit offizieller Anerkennung von Unicef Deutschland. Viele Aktionen trugen dazu bei, dass insgesamt gut 80000 Euro ans Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen flossen, um Kindern in Entwicklungsländern eine Perspektive zu geben.

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Ein gutes Team für Unicef sind (von links vorn) Birgit Bremer (Arbeitsgruppe Kiel), Klaus Röder, Ingrid Miertsch, Brunhild Dankmeyer, Heidi Broecker, Sabine Siemsen, Ulrike Abel und Elisabeth Wurm.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. „Seitdem haben wir viel bewegt“, blickt Ingrid Miertsch, die gemeinsam mit Klaus Röder das siebenköpfige Kern-Team leitet, auf die zehn Jahre zurück. Dabei begann die Unicef-Arbeit in Eckernförde schon früher. Bereits 1990 hatte sich ein kleines Unicef-Team um Ursel Juretzka und Inge Matthiesen gebildet. Als sich diese Gruppe 2005 auflöste, fanden sich Miertsch und Röder bereit, mit neuen Kräften die Idee des Kinderhilfswerks weiter zu tragen. Entstanden sei daraus eine „tolle Kooperation, jeder von uns gibt, was er kann“, unterstreicht Ingrid Miertsch, die bereits Unicef-Erfahrung gesammelt hatte. Bewährte Aktivitäten wie der Weltkindertag mit dem Markt der Möglichkeiten auf dem Rathausplatz, die Unicef-Gala in der Stadthalle und die Projektarbeit mit der Peter-Ustinov-Schule, die jetzt „Unicef aktiv Schule“ ist, wurden übernommen und weiterentwickelt.

 Ebenso tragen der Verkauf von Unicef-Grußkarten, ein großer Flohmarkt zugunsten des Kinderhilfswerks während der Sprottentage und Extra-Aufführungen der Ballettschule Frenzel dazu bei, Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Dazu gesellen sich Sonderveranstaltungen. Als einen Höhepunkt erinnert sich Röder an die landesweite Schirm-Aktion, die 2007 unter der Regie des Eckernförder Teams in Kooperation mit anderen Unicef-Arbeitsgruppen und den Medienpartnern KN und SHZ lief. 90 schleswig-holsteinische Künstler bemalten weiße Regenschirme, die anschließend online versteigert wurden. Der Erfolg: 10000 Euro für Unicef.

 Spenden sind das eine, Bewusstseinsbildung das andere. „Wir gehen viel in die Schulen, leisten Informationsarbeit und motivieren damit Klassen zur Teilnahme an Aktionen“, sagt Ingrid Miertsch. Dass sich gut 500 Schüler am Weltkindertag beteiligen, ist kein Selbstgänger. „Das klappt nur durch ständige Präsenz vor Ort“, weiß die ehemalige Lehrerin. Röder hatte das Glück, 2010 an einer Unicef-Projektreise nach Malawi teilnehmen zu können, um zu erfahren, wie die Spendengelder eingesetzt werden. „Das hat tief beeindruckt und wirkt nach“, blickt er auf die von den Teilnehmern selbst finanzierte Reise in das fünftärmste Land der Welt zurück. Über 30 Vorträge hielt er im Anschluss.

 Aktuell rückt die Flüchtlingsarbeit als neuestes Projekt auch in den Fokus der Eckernförder Unicef-Gruppe. „Das Kinderhilfswerk arbeitet in den Ländern wie Syrien vor Ort“, erläutert Röder. „In den Lagern ist Hilfe dringend nötig, Kinder müssen dort wieder so etwas wie Kindheit erleben dürfen.“ Für den Juni plant das Unicef-Team in Zusammenarbeit mit der Peter-Ustinov-Schule eine Aktion zur Flüchtlingsproblematik auf dem Rathausmarkt.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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