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Ein Lifting für die Meerjungfrau

Kurpark-Kunst bröckelt Ein Lifting für die Meerjungfrau

Von See weht eine frische Brise. Doch die Nixe im Eckernförder Kurpark blickt eher traurig drein. Die einst rosig-glatte Haut ist porös geworden, ganze Placken sind abgeplatzt. Abhilfe ist in Sicht: Das Werk des Künstlers Martin Wolke soll noch dieses Jahr einer Schönheitskur unterzogen werden.

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Es bröckelt an der Nixe und dem Mann mit dem verdrehten Kopf im Eckernförder Kurpark. Das Kunstobjekt "Schwimmübungen" soll jetzt saniert werden.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Nach Angaben der Kulturbeauftragte Andrea Stephan hat es bereits Gespräche mit dem Künstler und einer Restauratorin gegeben. „Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich starten“, teilt sie mit. Bislang war es für das „Lifting“ noch zu kühl gewesen. Geplant ist es, die Außenhaut zu reinigen und die Schadstellen auszubessern. Die ursprünglich glatt-glänzende Oberfläche wird laut Stephan zunächst nicht wieder hergestellt.

Auch die Touristik hofft auf eine schnelle Restaurierung, damit die Kunst im Kurpark möglichst zu Beginn der Sommersaison wieder eine schmucke Figur macht. 2002 waren die „Schwimmübungen“, so der Name der Figurengruppe, in den Grünanlagen installiert worden. Die große Nixe taucht hier ein in ein Meer aus Blumen, das von der Stadtgärtnerei liebevoll gepflegt wird. Neben dem überdimensionalen Fabelwesen steht ein nackter Jüngling, der, mit verdrehtem Kopf, versonnen auf die Ostsee blickt.

Gefertigt wurde das Ganze aus einem Verbundstoff, einem Kunststein auf Acrylbasis, erläutert Martin Wolke. Der Kieler Künstler ist unter anderem bekannt durch seine „Grünen Riesen“ auf Sylt. Wolke, der das Urheberrecht an den Eckernförder „Schwimmübungen“ im Kurpark besitzt, ist bereit, an der Sanierung seiner damals für 45<VG>000 Euro von der Stadt erworbenen Skulpturen mitzuarbeiten. Für den Mann mit dem verdrehten Kopf gibt es sogar noch die originale Gussform.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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