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Letzte Ruhe im eigenen Garten

Bestattungsgesetz Letzte Ruhe im eigenen Garten

Anfang des Jahres scheiterte die Piraten-Partei mit ihrem Anliegen, das Bestattungsgesetz im Land zu lockern. Sie wollten unter anderem erreichen, dass die Asche Verstorbener auch im Garten verstreut werden darf. Bestattungen auf Privatgrund sind aber möglich, wie ein Fall in Schwedeneck zeigt.

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Zur Bestattung auf dem Friedhof - hier in Krusendorf - gibt es mittlerweile auch Alterntiven.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck.. Dort war im Sommer ein Verstorbener auf eigenem Grund bestattet worden – auf einer ihm ans Herz gewachsenen Fläche. Die Gemeindevertretung hatte dem Anliegen in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich zugestimmt. Keine einfache Entscheidung, zumal viele den Verstorbenen kannten. Klar war damals allerdings, dass Kriterien für derartige Fälle entwickelt werden sollten, um künftig klare Regeln zu haben, erklärte Bürgermeister Gustav Otto Jonas (SPD) in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung: „Denn die Bestattungspflicht liegt bei der Gemeinde.“

Bislang ist nach Auskunft der Amtsverwaltung kein weiterer Antrag für eine Bestattung auf Privatgrund eingegangen. Gefragter scheinen alternative Formen wie die Seebestattung oder der Wald als letzte Ruhestätte zu sein. So sind zum Beispiel für Altenholz-Knoop, Strande und auch Schwedeneck Bestrebungen bekannt, Begräbniswälder einzurichten. Kirchliche oder kommunale Friedhöfe haben hingegen mit sinkender Auslastung zu kämpfen.

Für Bestattungen auf Privatgrund möchte die Schwedenecker Kommunalpolitik nun mit Hilfe einer Arbeitsgruppe Vorgaben entwickeln. „Als wir die Ausnahme beschlossen haben, war eine zügige Debatte gefordert“, erklärte Michael Kreuzer (UBS). Auch CDU-Fraktionschef Sönke Burmeister erklärte: „Es ist wichtig, dass wir ganz schnell ganz klare Regeln aufstellen.“ 

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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