21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Inspiriert durch Sperrmüll

Stipendiaten Künstlerhaus Inspiriert durch Sperrmüll

Das konnte kein Zufall sein: Beim Bummel durch Eckernförde stieß Angelika Waniek, eine der drei neuen Stipendiaten im Künstlerhaus in der Ottestraße, im Sperrmüll auf ein Buch mit dem Titel Ostsee 45. Das passte perfekt.

Voriger Artikel
Jomsburg gibt es seit 40 Jahren
Nächster Artikel
Eine Börse für die Urlaubszeit

Die neuen Stipendiaten Tiziana Bertoncini, Angelika Waniek und Machteld Rullems (von links) lassen die Stadt und Alltägliches, wie etwa Sperrmüll, auf sich und ihre Projekte wirken.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Momentan schreibt Angelika Waniek ein Buch unter dem Aspekt Flucht und Vertreibung und die Macht der Bilder dieser Odyssee, insbesondere derjenigen, die über die Ostsee fliehen mussten.

„Schicksals Fügung“, sagt sie, die in dem Sperrmüllfund schon etliche interessante Bilder entdeckt hat. Waniek (40), studierte an der Kieler Muthesiusschule bei Kerstin Abraham und in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, bevor sie freischaffende Künstlerin wurde.

Nach abgeschlossenen Studiengängen in Violine am Konservatorium in Siena und in Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Carrara arbeitete die zweite Stipendiatin, Tiziana Bertoncini, als Interpretin in Orchestern und Kammermusikensembles und für Tanz- und Theaterstücke. Seit vielen Jahren gilt ihr Interesse der zeitgenössischen Musik und Improvisation. Ihre Arbeit entwickelt sich aus der Interpretation zu Komposition und Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Medien. Generell gilt ihr Interesse der Synthese und der Kreuzung von Improvisation und Komposition, visueller Elemente und Musik. Ihre Arbeit als Solistin umfasst auch Performances und Installationen. „Klang“ ist eines der Schlüsselworte, die man mit Bertoncini (46) verbinden kann. Ob als Sprache oder auch als Bild. Eckernförde sei ein guter Platz für Kreative, so ihr Eindruck.

Die dritte im Bunde ist die Niederländerin Machteld Rullems. Die 27-Jährige hat noch keinen abschließenden Plan, was sie in den drei Monaten in Eckernförde an Ideen umsetzen möchte. „Erstmal ist es schön, hier zu sein“, sagt sie entspannt, und vielleicht sei Eckernförde auch eine Station, an der sie einfach Eindrücke sammeln möchte. So nimmt sie beispielsweise dreimal wöchentlich an einem vierstündigen Deutschkursus teil, um „näher dran“ zu sein. „It’s time to be inspired“, sagt sie, Zeit, sich inspirieren zu lassen. Rullems studierte in Den Haag und in Rotterdam Bildende Kunst, produziert meist Videos und sucht sich das Medium passend zur Idee aus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kai Pörksen

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3