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Angetriebene Jacht löst Großeinsatz aus

Eckernförde Angetriebene Jacht löst Großeinsatz aus

Eine zwölf Meter lange Jacht ist in der Nacht zu Dienstag mit halb gesetzten Segeln in Eckernförde vor dem Borbyer Ufer gestrandet. Die Kriminalpolizei geht von einem versuchten Diebstahl aus. Da nicht auszuschließen war, dass eine Person über Bord gefallen ist, startete vor Eckernförde eine groß angelegte Suchaktion.

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Eine Jacht ist am Strand vor Borby aufgelaufen. Die Wasserschutzpolizei untersucht das Schiff, das offensichtlich von Unbekannten genutzt worden war. Den Eingang zur Kajüte hatten sie gewaltsam aufgebrochen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Wasserschutzpolizei, Seenotretter, Marine und DLRG waren mit mehreren Schiffen und Booten sowie Suchteams am Strand im Einsatz. Über der Bucht kreiste ein Rettungshubschrauber.

Gegen 6 Uhr hatte ein Spaziergänger die angetriebene Jacht entdeckt und die Polizei informiert. Die alarmierte daraufhin weitere Rettungskräfte. Fakt war bis dahin, dass Segel sowie unter Deck gebrauchtes Geschirr zunächst auf einen normalen Gebrauch der Jacht hindeuteten. Allerdings fehlte von der Besatzung jede Spur.

„Wir mussten davon ausgehen, dass eine Person über Bord gefallen sein könnte“, berichtete Christian Dibbern, Einsatzleiter seitens der Freiwilligen Feuerwehr. Und das bei einer Wassertemperatur von sieben Grad. Rund zehn Boote, darunter der Rettungskreuzer „Berlin“, ein zufällig anwesender finnischer Rettungskreuzer, das Rettungsboot „Eckernförde“, das Wasserschutzpolizeiboot „Falshöft“ aus Kiel sowie ein Schlepper und ein V-Boot der Marine, durchkämmten den Hafen und die Ostsee vor Eckernförde. Weitere Teams an Land gingen den Strand zwischen dem Ostseebad und Altenhof ab. Laut Dibbern waren insgesamt 50 Einsatzkräfte in die Vermisstensuche eingebunden. Der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ aus Rendsburg unterstützte von der Luft aus die Aktion, die bis gegen 9.30 Uhr andauerte.

Parallel ermittelte die Wasserschutzpolizei vor Ort. Schnell stellte sich heraus, dass Unbefugte die vor dem Borbyer Strand aufgelaufene Jacht genutzt hatten. Die kurz darauf informierte Eignerin blickte am Vormittag betrübt auf den Havaristen. „Wir wollen in einem Monat in den Urlaub“, sagte sie. Zum Glück hatte die Jacht eine nahegelegene Steinmole verfehlt und setzte mit dem Kiel auf Strandsand auf. Montagabend waren die Bootsbesitzer zuletzt an Bord. Was dann geschah, liegt noch im Dunkeln. Offensichtlich hatten sich Bootsdiebe an der Jacht zu schaffen gemacht und das Eingangsschott zur Kajüte aufgehebelt. Die Polizei bestätigte Einbruchsspuren. Doch besaßen die Täter schlechte Segelkenntnisse. Der Motor war nicht gestartet, das Großsegel zum Setzen falsch vorbereitet. Die an einer Boje vertäute Jacht driftete nach dem Lösen des Festmachers ab und wurde vom starken Wind an den Strand gedrückt. Nach Angaben von Peter Slabik, Sprecher der Wasserschutzpolizei Flensburg, könnten die Unbekannten dann über den Uferbereich geflüchtet sein. Konkrete Erkenntnisse gibt es noch nicht.

Im Borbyer Bojenfeld soll es in den zurückliegenden Jahren bereits häufiger Diebstähle gegeben haben. Zuletzt wurden drei Beiboote gestohlen. Vergangenes Jahr entwendeten Unbekannte eine Jacht, die sich später in der Flensburger Förde wieder anfand. Das jetzt havarierte Boot wurde noch am Dienstag vom THW und dem Rettungsboot „Eckernförde“ geborgen und freigeschleppt.

Hinweise nimmt die Wasserschutzpolizei Kappeln unter Tel. 04642/9655902 entgegen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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