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Flammen in der Innenstadt

Eckernförde Flammen in der Innenstadt

Von einer Sekunde auf die nächste war nichts mehr wie zuvor. Bei einem Feuer in der Nacht zum Mittwoch in der St.-Nicolai-Straße in Eckernförde gab es zwar keine Verletzten, doch für die Mieter von drei Wohnungen und zwei Geschäften war der Brand im Dachstuhl des Hauses Nr. 11 eine echte Katastrophe.

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch brach in der St. Nicolai-Straße 11 in Eckernförde nach einer Explosion ein Großfeuer aus.

Quelle: Uwe Rehbehn

Eckernförde. „Ich habe gegen Mitternacht noch Fernsehen geguckt, als es plötzlich laut knallte“, erzählt einer der drei Mieter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Als er aus dem Fenster an der Rückseite des Hauses nachschauen wollte, was passiert ist, riefen ihm bereits Anwohner aus der Gartenstraße zu, dass Flammen aus der Dachwohnung über ihm schlugen. Der Mieter dieser Wohnung war glücklicherweise nicht zu Hause. Dafür aber die Mieterin in der ersten Etage. Auch sie konnte unverletzt und nur mit dem Nötigsten versehen ins Freie gelangen.

Wenige Minuten später waren bereits die Aktiven der örtlichen Feuerwehr vor Ort. Kurze Zeit später trafen auch die aus Barkelsby und Rendsburg, ein Rettungswagen, Polizei und Stadtwerke an der Unglücksstelle ein. Nach Darstellung von Gemeindewehrführer Meint Behrmann, der die Einsatzleitung innehatte, gelang es den insgesamt 66 Helfern, die mit 17 Einsatzfahrzeugen vor Ort waren, über Drehleiter und Teleskopmastbühne von der Gartenstraße und der St.-Nicolai-Straße aus, den Großbrand bereits um 1.10 Uhr unter Kontrolle zu haben. Durch den schnellen Erfolg konnte eine Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Im Erdgeschoss des Hauses befinden sich ein Friseur und das Geschäft Meerwerk, das handgemachte Unikate und Wohnaccessoires anbietet. Annett Konopka aus dem Meerwerk-Team war am Morgen nach dem Unglück sichtlich betroffen. Das Löschwasser war bis ins Lager und ins Geschäft gedrungen. Um zu retten, was noch zu retten ist, wurden die Räume umgehend geleert. „Wir hoffen, dass wir wiederkommen können“, äußerte sie im Gespräch mit unserer Zeitung ihre Hoffnung. Das gilt auch für „Barbier“ Marvin Pollaschek, der wenige Meter weiter in den triefend nassen Räumen seines Geschäftes steht. Bereits in der Nacht hatte er Teile der Einrichtung in Sicherheit bringen können. Für beide Geschäftsleute brechen schwierige Zeiten an, da ihnen die Grundlage ihrer Tätigkeit entzogen wurde. In erster Linie hoffen sie darauf, dass das Haus weiterhin genutzt werden kann. Das müssen statische Untersuchungen in den kommenden Tagen und Wochen ergeben. Darüber hinaus suchen sie zumindest für den Übergang andere Geschäftsräume in der Nähe.

Die Kripo hat noch in der gleichen Nacht ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache ist bis jetzt allerdings noch unklar. Auch über die Höhe des Schadens lassen sich nach Polizeiangaben noch keine konkreten Angaben machen.

Während der Löscharbeiten zog sich übrigens ein Brandschützer eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Er musste vor Ort von Sanitätern behandelt werden. Die Polizei sperrte die St.-Nicolai-Straße komplett. Der Einsatz endete nach drei Uhr.

Von Uwe Rehbehn und Uwe Rutzen

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