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Ein Befürworter der Vielfalt

Neuer Leiter Ein Befürworter der Vielfalt

Mit wenigen Wochen ist Sebastian Klingenberg neuer Leiter der Eckernförder Jungmannschule. Der 53-jährige Kieler fühlt sich in dem Gymnasium gut aufgenommen. Angenehm überrascht hat ihn, dass hier „unterschiedliche Bereiche auf hohem Niveau laufen“. Diese Breite möchte er weiterentwickeln.

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Der Kieler Sebastian Klingenberg ist gut angekommen in der Eckernförder Jungmannschule: „Ich habe in den ersten Tagen eine sehr freundliche und offene Schulgemeinschaft erlebt.“

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Doch zunächst steht der Schule im Sommer eine besondere Herausforderung bevor: Einmalig fallen die Abiturprüfungen zweier Jahrgänge zusammen.

Die Jungmannschule ist G8-Schule. Das steht für acht Jahre Gymnasialzeit. Parallel läuft das alte G9 jetzt aus. So ergibt sich die einmalige Konstellation, dass beide Jahrgänge gemeinsam ihre Abitur-Prüfungen ablegen werden. Das heißt: 220 angehende Abiturienten wollen ihre Reifeprüfung bestehen. Dieses „Doppel-Abi“ werde für alle ein großer Kraftakt, blickt Klingenberg voraus. Allein 70 mündliche Biologie-Prüfungen müssen abgenommen werden. Da ist es nur ein kleiner Trost, das auch andere Schulen in ähnlicher Lage das gleiche Problem zu bewältigen haben. Von April bis Juni wird das Kollegium des Gymnasiums besonders gefordert sein. Danach entspannt sich die Situation wieder.

Bei seinem Dienst-Auftakt Anfang Februar hatte Klingenberg bereits einen guten Einblick in die Arbeit der Jungmannschule erhalten. Auf einem Präsentationstag zeigten die Schüler den Eltern gerade ihre Ergebnisse aus dem Projektunterricht. „Ein schöner Empfang“, so der neue Schulleiter, der die ganze Vielfalt der Schule widergespiegelt habe. Er habe den Eindruck von einer lockeren Atmosphäre und einem warmherzigen, Miteinander gewonnen. Die Jungmannschule sei trotz ihres Niveaus keine Lernfabrik. Gefördert werde in der Breite, dennoch gebe es erstaunliche Leistungen, ist Klingenberg angetan. Ob in Sprachen, Mathematik, Sport, bei Wettbewerbs-Gewinnen oder Teilnahmen am Europäischen Jugendparlament.

Klingenberg kommt ebenso wie seine Vorgängerin Jutta Johannsen aus dem musischen Bereich. Er studierte Schul- und Kirchenmusik, arbeitete zunächst als Musiklehrer und übernahm dann die Koordination des musischen Bereichs am Kieler Ernst-Barlach-Gymnasium. Seine Liebe zur Musik bedeutet für Klingenberg allerdings nicht, einseitige Schwerpunkte zu setzen. Er wolle die ganze Vielfalt fördern, unterstreicht er. Denn diese sei für ihn auch eine Motivation gewesen, in die Schulleitung einzusteigen. Dass die Jungmannschule auch im musischen Bereich mit Theater, Chor und Instrumentalmusik gut aufgestellt ist, ist für ihn eine schöne Dreingabe. Als Musiklehrer wird der Schulleiter auch einige Stunden unterrichten. Große Konzerte zu leiten, das käme für ihn allerdings in dieser Position nicht mehr in Frage.

Sebastian Klingenberg ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. Zu seinen Hobbys zählt er Konzertbesuche, sportliche Betätigung und Reisen. Ehrenamtlich spielt der 53-Jährige sonntags die Orgel in der Dankeskirche im Kieler Stadtteil Holtenau, in dem er auch wohnt. Darüber hinaus engagiert er sich als Landespräsident im Bundesverband Musikunterricht (BMU).

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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