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Fischfeste und Museums-Ausbau

Lokale Aktionsgruppe Fischfeste und Museums-Ausbau

Fischfeste in Eckernförde und Strande, neue Kühlmöglichkeiten für den Fang, Image-Fotos für die regionale Fischerei und Fischverarbeitung sowie ein Ausbau des Räuchereimuseums in Eckernförde – das sind Projektvorschläge, die am Donnerstag die Lokale Aktionsgruppe Fisch beriet.

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Die Lokale Aktionsgruppe Fisch: (v.re.) Dirk Vowe (LLUR), Rainer Hamann (Fischer), Katharina Mahrt (Räuchereimuseum), Lorenz Marckwardt (Fischerei), Holger Klink (Bürgermeister Strande), Dieter Kuhn (Aktivregion) und Stefan Borgmann (Touristik).

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde/Strande. Werden sie beantragt, genehmigt und das Fördergeld bewilligt, könnten die Vorhaben größtenteils schon in diesem Jahr umgesetzt werden.

Die Belange der Fischerei zu stärken und das regionale Produkt Fisch wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen, ist Ziel der Lokalen Aktionsgruppe in der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand. Laut Regionalmanager Dieter Kuhn stehen derzeit 120000 Euro an Fördermitteln aus dem Topf des Europäischen Meeres- und Fischereifonds zur Verfügung. Projekte, die ins Konzept passen, können daraus mit maximal 85 Prozent bezuschusst werden.

Fischfeste im Hafenumfeld von Eckernförde und Strande sind eine Idee, die die Bevölkerung für das Thema Fischerei und Fisch sensibilisieren könnte. Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, nennt unter anderem Schaukochen, Schauräuchern, Einblicke in die Historie und kindgerechte Angebote als wünschenswerte Programminhalte. Die Feste sollten authentisch und informativ sein. Vor diesem Hintergrund und für das Marketing soll auch eine Fotostrecke plus Video in Auftrag gegeben werden, um in Bild und Ton zu zeigen, wo der Fisch herkommt, wie er in der Region gefangen wird und wie er, schmackhaft zubereitet, auf den Teller gelangt.

Schon länger im Gespräch und ein besonderer Wunsch der Fischer ist ein kleines Kühlhaus in Strande (geschätzte 40000 Euro), um den Fang zu lagern. Auch diese Projekt-Idee fand Zuspruch in der Aktionsgruppe, ebenso wie ein sicherer, barrierefreier Zugang für den Eckernförder Kutter „Ecke 4“, der im Sommer mit Touristen auf Fangfahrt geht. Eventuell als „Poolprojekt“ mit landesweiter Bedeutung soll der Ausbau des Dachbodens (80000 bis 100000 Euro) des Eckernförder Räuchereimuseums für Ausstellungszwecke vorangetrieben werden. Im Herbst 2016 könnte der Antrag gestellt werden. Läuft er durch, würden für 2017 Fördergelder fließen. Die anderen Projekt-Vorschläge könnten bei grünem Licht bereits in diesem Jahr angepackt werden.

Der Europäische Meeres- und Fischereifonds ist vor zwei Jahren gestartet. Für das Fischwirtschaftsgebiet Eckernförde/Strande stehen daraus laut Dirk Vowe vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume jährlich 40000 Euro an Fördermitteln bereit. „Wir wollen das Thema Fischfang und Fischverarbeitung als Kulturerbe erhalten und ausbauen“, bekräftigte der Landesfischereivorsitzende Lorenz Marckwardt. Und Strandes Bürgermeister Holger Klink deutete an, dass sich auch für die nächsten zwei Jahre bereits Projekt-Ideen abzeichnen. Über die Auswahl entscheidet die Lokale Aktionsgruppe.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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