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Zuwachs im Ostseebad Eckernförde

Neujahrsbaby Zuwachs im Ostseebad Eckernförde

Das erste Baby des neuen Jahres ließ in Eckernförde bis zum Abend des 2. Januar auf sich warten. Dafür war in der Imland-Klinik an Silvester nach Angaben von Gynäkologin Dr. Swana Swalve-Bordeaux „der Bär los“: Zwei Jungen und zwei Mädchen wollten unbedingt noch zum Jahrgang 2015 gehören.

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Müde, aber glücklich: Charline-Sophie Jürgensen und Dominik Amando Garcia freuen sich über ihren Sohn Jona. Obwohl erst am Abend des 2. Januar geboren, ist er das erste Eckernförder Baby des Jahres 2016.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Eckernförde.  18 Geburten gab es in der letzten Woche des Jahres – auch das ist überdurchschnittlich.  Gerade 13 Stunden alt und schon steht die Presse vor der Tür: Jona Jürgensen nimmt’s gelassen und verschläft den Fototermin fast komplett. Müde, aber glücklich streicheln die Eltern zärtlich ihren Sohn. Charline-Sophie Jürgensen (17) und Dominik Amando Garcia stammen aus Loose in Schwansen. Die Geburt „war anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, erzählt die junge Mutter, die die Berufsschule in Eckernförde besucht. Der 18-jährige Vater macht eine Ausbildung zum Verkäufer. Das Paar lebt bei den Eltern von Charline-Sophie Jürgensen, ihre Mutter war bei der Geburt ebenfalls dabei.

 Jona, geboren um 21.06 Uhr, ist ein zartes Baby: 2480 Gramm bringt er auf die Waage, 45 Zentimeter misst er. Weil sein Zuckerstoffwechsel schwankt, bekommt der Kleine Infusionen und „wird sicher noch ein paar Tage hier bleiben, sagt Dr. Swana Swalve-Bordeaux. Die erste Nacht verbrachte Jona deshalb auch im Wärmebettchen, aber bis kurz vor Mitternacht durfte er noch mit seinen Eltern kuscheln. „Er ist schöner als ich mir das vorgestellt habe“, sagt der stolze Vater.

 690 Entbindungen weist die Statistik in Eckernförde insgesamt für das Jahr 2015 aus. „Damit haben wir uns enorm gesteigert“, freute sich die Ärztin. Die positive Tendenz zeigte sich bereits in den Vorjahren: 2014 gab es 613 Entbindungen in Eckernförde, 2013 waren es 563 und im Jahr davor 543.

 Dreimal kamen 2015 in der Imland-Klinik Zwillinge zur Welt – im Jahr davor gab es noch sieben Pärchen. Im Gegensatz zu 2014 behielten aber diesmal bei den Babys die Jungen mit 366 die Überhand gegenüber 327 Mädchen. 64 Kinder wurden im Wasser geboren, das war weniger als üblich. Tendenziell abnehmend sei die Zahl der Eckernförder Elternpaare, erklärte Dr. Swalve-Bordeaux; sie liege im Schnitt bei etwa 150 im Jahr. Dafür gab es 2015 „einen großen Zulauf aus Flensburg“.

 Übrigens sind die Männer bei den Geburten längst nicht mehr nur im Kreißsaal dabei: Etwa 40 Prozent, schätzt die Gynäkologin, nutzten das kostenpflichtige Angebot der Imland-Klinik, mit Mutter und Kind in einem Zimmer auf der Station zu übernachten. Das ist möglich, wenn Betten frei sind. „Wir haben immer drei, vier Männer hier“ – und die lernen dann auch gleich den Umgang mit ihrem Nachwuchs, zum Beispiel das Wickeln und Halten. Wie auch Jonas Vater Dominik Amando Garcia.

 Das Besondere an der Eckernförder Klinik sei die 1:1-Betreuung, hob Dr. Swalve-Bordeaux hervor: Jede Gebärende wird von einer eigenen Hebamme betreut. Zudem ist bei jeder Geburt ein Facharzt dabei. ker

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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