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Sprung ins Wellenbad wird teurer

Eckernförde Sprung ins Wellenbad wird teurer

Das Eckernförder Meerwasserwellenbad hat zum neuen Jahr die Preise angezogen. Für Erwachsene wird der Sprung ins erfrischende Nass einen Euro teurer, für Kinder 50 Cent. Nach Angaben des Betreibers Stadtwerke (SWE) ist es die erste Erhöhung seit 2009. Gleichzeitig sei vergangenes Jahr viel in das Bad investiert worden. Auch für die Zukunft gibt es Pläne.

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Vergangenes Jahr nutzten knapp 140 000 Gäste die Schwimmhalle mit Wellen und Ostseeblick. Die Besucher kommen nicht nur aus Eckernförde und Umland, sondern auch aus benachbarten Städte wie Kiel, Rendsburg und Schleswig.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Mehr zahlt keiner gerne. Allerdings gebe es für die Preisanhebung nach Worten von Stadtwerke-Chef Dietmar Steffens „allgemein Verständnis“. Unterhaltungs- und Personalkosten seien gestiegen, erläutert der SWE-Geschäftsführer. Parallel sei 2015 viel im Bad erneuert worden. Am augenfälligsten für die Nutzer: die komplett sanierten Damen- und Herrenduschen samt neuer Kinderduschen. Eine kleine Umfrage bei den Hallen-Gästen scheint die Einschätzung zu bestätigen. „Ich komm’ seit Jahren hierher, hier ist es am Schönsten“, sagt Regine Preuß aus Kiel. Die 59-Jährige bevorzugt vor allem die Warmbadetage und meint: „In größeren Bädern ist es noch einiges teurer“.

Stammgast ist auch eine 74-jährige Altenholzerin. Sie hat eine Rehabilitation hinter sich und sagt augenzwinkernd: „Hier geht die Reha gleich weiter“. Eine 77-jährige Rentnerin aus Schleswig findet die Wellenbad-Preise „bis jetzt noch tragbar“. Noch gönne sie sich den Eintritt. Einmal die Woche besucht sie die Halle. „Ich mach’ das wegen der Wellen und nutze sie für meine Aqua-Fitness.“

Bäder kosten. Manche Städte haben ihr Angebot schon reduziert. In Eckernförde mildern die Stadtwerke durch ihren steuerlichen Querverbund das Defizit, das 2014 immerhin 1,8 Millionen Euro für Bad und Sauna betrug. „Die Unterhaltung sei eine Daueraufgabe“, weiß Steffens. Jährlich fließen rund 300000 Euro in den Erhalt. Vergangenes Jahr konnten dank eines fünfzigprozentigen Zuschusses des Landes sogar 500000 Euro für zusätzliche Maßnahmen in die Hand genommen werden. Nicht immer sieht man, was damit passiert: So musste die Lüftungsanlage teils erneuert werden, die jetzt ein differenziertes Klimatisieren unterschiedlicher Räume ermöglicht. Die salzhaltige Luft des Ostseewassers nagt an den Materialien. Vom 30. Mai bis 19. Juni ist wieder die jährliche Schließung vorgesehen. Dann soll neben regulären Wartungsarbeiten die Aufhängung der Decke erneuert werden.

Für eine Stadt mit Wirtschaftszweig Tourismus ist eine Schwimmhalle von besonderer Bedeutung. Laut Steffens denken die Stadtwerke darüber nach, ob sich in Zusammenhang mit den Hotel-Plänen auf dem Exer ein zweites Becken (für Vereine/Schulen) realisieren ließe. Das müsse allerdings noch politisch diskutiert und finanziell geprüft werden. Eine Trennung von öffentlichem und Vereins-Schwimmen hält er in Zukunft für wünschenswert. Über ein Hotel, so Steffens, könnten neue Gäste für den Wellnessbereich gewonnen werden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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