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Spurensicherung des Sichtbaren

Eckernförde Spurensicherung des Sichtbaren

Wenn ein Künstler wie Friedel Andersons seine neuesten Arbeiten zeigt, dann muss mit einem vollen Haus gerechnet werden. Dass es bei der Eröffnung der Ausstellung "Draußen" im Eckernförder Museum aber derart voll werden würde, war schon außergewöhnlich.

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Ein Blick vom Borbyer Strand auf den Hafen von Eckernförde. Friedel Anderson zeigt im Eckernförder Museum Landschaftsbilder.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Die meisten seien wohl wegen der Ausstellungseröffnung gekommen, stapelte Museumsleiter Dr. Uwe Beitz tief, der seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte. Doch das schien nicht unbedingt so zu sein. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich persönlich von ihm zu verabschieden und sich für das langjährige Engagement zu bedanken. 25 Jahre lang hat er das Museum in Eckernförde geleitet und dieses, wie Bürgermeister Jörg Sibbel betonte, maßgeblich geprägt. Aus einem kleinen Heimatmuseum habe er etwas Großes entwickelt, lobte der Verwaltungschef. Beitz sei es gelungen, in all den Jahren ein abwechslungsreiches Programm zu entwickeln, das von Vielseitigkeit geprägt war. Der Museumsleiter habe sich den großen Herausforderungen gestellt, wohl wissend, dass der Etat und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nicht ganz so groß waren.

In der Ausstellung von Friedel Anderson sind 33 Ölgemälde und drei Farbradierungen zu sehen, von denen die meisten in den zurückliegenden zwei Jahren entstanden sind. Ihre Gemeinsamkeit: Es handelt sich ausnahmslos um Landschaftsbilder, die der 1954 in Oberhausen geborene und seit 30 Jahren in Itzehoe lebende Künstler in Schleswig-Holstein und Dänemark gemalt hat. Motive aus Eckernförde und Schleswig finden sich dabei ebenso wieder wie welche von Sylt oder der dänischen Küste. Es sei eine Spurensicherung des Sichtbaren, ein Aufzeigen von Illusionen, sagte Beitz in einer kurzen Einführung. Dem Künstler gelinge es, mit Farbe und Pinsel Landschaften zu formen, in seinen realistischen Werken aber auch Raum für das Spontane zu lassen.

Anderson studierte nach dem Abitur zunächst Kunstgeschichte in Göttingen und danach Malerei bei Professor Manfred Bluth an der Gesamthochschule Kassel. Seit 30 Jahren ist Anderson freischaffend tätig. In der Ausstellung „Norddeutsche Realisten“ war er bereits in Eckernförde zu sehen.

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Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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