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Vorentscheidung über Kino naht

Eckernförde Vorentscheidung über Kino naht

Die Fragestellung war eindeutig: „Kommen die Eckernförder irgendwann zu einem Kino?“, wollte Wolfram Splittgerber in der Einwohnerfragestunde der Ratsversammlung wissen. Eine ebenso klare Antwort durfte er nicht erwarten, denn in der Politik gibt es nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen.

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Aus Sicht von Investoren die ideale Fläche für ein zukünftiges Kino: eine Aufnahme des Skaterparks am Schulweg in Eckernförde, die im Sommer entstand. (Archivbild)

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Aus Sicht der Verwaltung ist das Ganze hingegen entscheidungsreif.

Wie Bürgervorsteherin Karin Himstedt mitteilte, wolle Bürgermeister Jörg Sibbel einen B-Plan-Aufstellungsbeschluss für den Bereich des Schulwegs/Skateranlage in die Bauausschusssitzung am 2. März einbringen. In der Ratsversammlung soll das Thema am 14. März behandelt werden. Fraglich ist, ob sich dann eine politische Mehrheit für ein Kino plus Verbrauchermarkt auf dem bislang als Skaterplatz genutzten städtischen Areal finden lässt. Derzeit sieht es nicht so aus.

Nachdem die Verhandlungen mit der Bahn über einen Ankauf des Bahnhofes als gescheitert zu den Akten gelegt werden mussten und einstimmig von der Politik beschlossen worden war, dieses Grundstück nicht weiter als Kinostandort zu verfolgen, schien vieles auf ein mehrheitliches Votum für den Schulweg als geeignete Fläche hinzudeuten. Nicht zuletzt deshalb, weil der Bürgermeister von der Ratsversammlung beauftragt wurde, entsprechende Verhandlungen und Gespräche zu führen.

Wie Jörg Sibbel erläuterte, werde der Schulweg von möglichen Investoren als Standort bevorzugt. Aus diesem Grunde habe er im Vorfeld der anstehenden Entscheidung noch einmal getrennte Gespräche mit dem Vorstand des örtlichen Kleingärtnervereins und einer Gruppe von Jugendlichen geführt. Die Kleingärtner hätten keine Bereitschaft signalisiert, Parzellen im Bereich zwischen Schulweg und Grüner Weg abzugeben. Sie seien jedoch bereit, die Fläche zwischen Schulweg und Norderhake abzutreten. Dort, so die Vorstellung der Verwaltung, könnte eine neue Skateranlage geschaffen werde. Die Jugendlichen, mit denen sich der Verwaltungschef im Beisein von Streetworkerin Heike Peuster unterhalten habe, hätten sich aufgeschlossen gezeigt, allerdings erbeten, dass sie den alten Skaterplatz erst dann verlassen müssen, wenn der neue Platz fertiggestellt sei. Das habe Jörg Sibbel zugesagt.

Trotz dieser positiven Verhandlungen ist man in Eckernförde weiter von einem neuen Kino entfernt, als vermutet. Inzwischen sind nämlich einige Fraktionen im Rat von ihren gefassten Beschlüssen abgerückt. So gibt es einen Vorstoß von SPD, Grünen und Linken, die das Bahnhofsareal erneut ins Gespräch bringen. Und das Bürger-Forum könnte sich ein Kino in Anbindung an eine neu zu schaffende Stadthalle am Grünen Weg vorstellen. Also auf dem Gelände, das die Kleingärtner nach Angaben des Bürgermeisters nicht hergeben möchten.

So ist davon auszugehen, dass der entscheidungsreife Entwurf der Verwaltung in Sachen Schulweg/Skateranlage weder im Bauausschuss noch in der nächsten Ratssitzung die erforderliche Mehrheit finden wird.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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