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Kleine Akrobaten auf großer Bühne

Eckernförder Circus-Kids Kleine Akrobaten auf großer Bühne

Sie sind kleine Akrobaten und trainieren für ihren großen Auftritt. Die Eckernförder Circus-Kids üben auf dem Einrad, Jonglieren oder halten das Diabolo.

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Bente (links) und Alina aus Holtsee machen schon etliche Jahre bei den Circus-Kids mit und waren auch bei Vorstellungen dabei. Auf dem Hochrad sind sie schon recht sicher. Nur allein aufsteigen schaffen sie noch nicht. Diesmal half ihnen die Vereinsvorsitzdende Birgit Jahn.

Quelle: Birgit Johann

Eckernförde. „„Das möchte ich auch können!” Der Wunsch eines Mädchens nach akrobatischer Körperbeherrschung, die es in einem Zirkus gesehen hatte, brachte den Stein ins Rollen. Das Mädchen schaffte es, sich von der bewunderten Akrobatin unterrichten zu lassen.“ Birgit Jahn, seit fünf Jahren Vorsitzende der Eckernförder Circus-Kids, kennt weder den Namen jenes Mädchens noch den der Akrobatin. Aber sie weiß, dass die Geschichte 1995 dazu führte, dass sich die Circus-Kids gründeten. Bei seinem Jahresanfangstreffen in der Turnhalle der Grund- und Gemeinschaftsschule Nord am Johann-Hinrich-Fehrs-Weg erfreute sich der Verein am Sonnabend regen Zulaufs.

 Jeder Besucher, egal ob groß oder klein, durfte die verschiedensten Jonglier-Methoden und -Gerätschaften ausprobieren. Sicher auf dem Einrad herumkurven, mit Bällen jonglieren, als wenn es nichts wäre, den Diabolo auf seiner Schnur hin- und hersausen lassen und einen fliegenden Devil-Stick kontrollieren – welches Kind wird davon nicht in den Bann gezogen? Ab dem Alter von acht Jahren dürfen Mädchen und Jungs gerne bei den Circus-Kids mitmachen, in Ausnahmefällen auch schon mit sieben.

 Lena aus Felm ist erst sechs, aber heute spielt das keine Rolle. Ihre Oma hat das Mädchen und den zwei Jahre älteren Bruder Tom in die Eckernförder Turnhalle begleitet, und die Geschwister, anfangs etwas schüchtern, trauen sich dann doch an die Requisiten. Noch nie zuvor hat Lena einen Diabolo in Händen gehalten. Aber schon nach kurzer Zeit verbucht sie erste Erfolgserlebnisse.

 „Kinder machen einfach!” Rainer Neumann hat diesen Effekt schon oft beobachtet. Er begleitet manchmal seine Tochter Michelle (15) hierher, die nach acht Jahren Training längst zu den erfahrenen Circus-Jugendlichen gehört und Jüngeren hilft. Er selber versucht heute mal wieder, Einrad zu fahren. Mit einer Hand am Barren kommt er einigermaßen voran. Loslassen mag er das Holz nicht. „Erwachsene denken zu viel”, stellt er fest. Seine Tochter habe zu ihrem fünften Geburtstag ein Einrad erhalten und sei damit verblüffend schnell zurecht gekommen. Naturtalent? Wohl kaum. Eher ist es die in jedem Kind angelegte Freude an artistischer Bewegung, die angesichts langer Sitzphasen in der Schule und zu Hause aber leider oft zu verkümmern droht. Nicht so bei den Freundinnen Bente (11) und Alina (12) aus Holtsee. Sie haben vor fünf Jahren bei den Circus-Kids angefangen und machen voller Begeisterung möglichst bei jedem der bis zu sieben mehrstündigen Workshops pro Jahr mit. Vor zwei Jahren haben sie aufs Hochrad umgesattelt – eine neue Herausforderung. Mitte Dezember waren mit sie beim Show-Auftritt der Circus-Kids in der Kieler Räucherei. Und beim nächsten Workshop der Circus-Kids trifft man sie sicher auch wieder an.

 Schön sei es, wenn die Eltern ihre Kinder unterstützten, sagt Trainer Robin Mehlberg. Denn da man sich nur zu den sechs, sieben Workshops in der Halle treffe, sei das Üben daheim nützlich. Umso besser, wenn Mama oder Papa dann Hilfestellungen geben können.

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