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Kultur-Streifzug durch die Nacht

Galerien öffnen Türen Kultur-Streifzug durch die Nacht

Sechs Standorte und viele Kreative: Die Galerie- und Ateliernacht bot am Sonnabend einen Einblick in die Vielfalt der Kultur in Eckernförde. Die Besucher pendelten in der Innenstadt zwischen Stadthallen-Foyer und Künstlerhaus, zwischen Galerie 66 und der Frühstücksbühne.

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Fantasievoll: Bei Hofart in der St.-Nicolai-Straße treten Svenja Funke und Leopold Gessele mit eigenen Lied-Inszenierungen auf.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Stimmungsvolle Hof-Atmosphäre in der St.-Nicolai-Straße 7. Markus Feuerstack alias Fognin präsentiert hier nicht nur seine Arbeiten. Für Unterhaltung sorgen an diesem Abend auch die beiden jungen Berliner Schauspieler Leopold Gessele und Svenja Funke. Während das Publikum unter der vorsorglich aufgebauten Regenplane zusammenrückt, verzaubert das Duo „Hänsel & Gretel“ mit eigenen Liedern und fantasievollen Inszenierungen bekannter Songs. Den Zuhörern gefällt die zwanglose, spontane Hof-Szenerie.

Zwei Treppen höher, in der Frühstücksbühne, zeigt Marianne Tralau ihre Zeichnungen. Die Altmeisterin des reduzierten Strichs, der sich nicht in den Dienst eines Motivs stellt, sondern als eigenständiges Element wirkt, hat sich ihren künstlerischen Schalk bewahrt. Gleich 15 Künstler stellen unter dem Motto „WiR“ im Eckernförder Stadthallenfoyer aus. 89 Bilder und neun Skulpturen sind hier zu sehen, geschaffen von Mitgliedern des Kunst- und Kulturvereins Eckernförde. Geöffnet ist noch an den Wochenenden 19./20. und 26./27. August.

Funkelteilchen weisen den Weg in zwei Ateliers des Eckernförder Künstlerhauses. Stipendiatin Romina Farkas bietet hier frisch gemachte, blau oder rot eingefärbte Crêpes an, während der Blick auf eine Fliesen-Installation am Boden gelenkt wird. Erst bei genauer Betrachtung fällt auf, dass das Ornament aus einer doppelten Spiegelung eines Motivs von Caspar David Friedrich besteht. Durch die Reihung am Boden entsteht daraus ein neues, eigenständiges Gebilde. Nebenan hat Magdalena Abele nicht nur ihre spannungsvollen Landschafts-Mensch-Fotografien aufgehängt. Sie experimentiert auch gerade mit neuen Ausdrucksformen. „Im Künstlerhaus habe ich den notwendigen Freiraum dafür“, sagt sie.

Ebenfalls geöffnet hatten in dieser Nacht die Galerie 66 in der Alten Bauschule und die Künstler Werkstatt in der Gudewerdtstraße.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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