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Wahre Schule des Sehens

Ausstellung Wahre Schule des Sehens

Lettland setzt auf Kunst, und der Eckernförder Galerist Norbert Weber ist als Kurator dabei, die Sammlung für ein neu zu bauendes Museum in Riga zusammenzustellen.

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Staatspräsident Raimond Vejonis (Mitte) eröffnete die von Norbert Weber (rechts) kuratierte Ausstellung. Links der Direktor des Museums Tondern, Ove Mogensen.

Quelle: privat

Eckernförde. Finanziers für das Museum sind bereits gefunden: Das lettische Unternehmerpaar Boris und Inara Teterev und deren Bank stellen 35 Millionen Euro dafür zur Verfügung. Doch bis zur Verwirklichung werden noch fünf Jahre Planung und Bau vergehen. Bis dahin stellt das Nationale Museum für zeitgenössische Kunst in Riga Platz für Ausstellungen zur Verfügung.

Mit Siebenmeilenstiefeln. Erste Station Dänemark lautet der Titel der Ausstellung, die Norbert Weber kuratierte und die jetzt im Beisein des lettischen Staatspräsidenten Raimonds Vejonis eröffnet wurde. Fünf baltische Länder sollen in den nächsten Jahren vorgestellt werden, den Anfang macht das Kunstmuseum Tondern mit einer Auswahl seiner hochkarätigen Sammlung. Meisterwerke des Museums, für das Prinz Joachim von Dänemark Schirmherr ist, sind von berühmten Künstlern wie Per Kirkeby (Dänemark), Georg Baselitz (Deutschland), Ian McKeever (Großbritannien), Kain Tapper (Finnland) oder Walter Stöhrer (Deutschland). Für die Ausstellung musste der durch Säulen dominierte Raum zunächst mit provisorischen Stellwänden versehen und die Säulen umbaut werden. Sie ist im Erdgeschoss des Museums, einer ehemaligen Börse, untergebracht. „Hervorragende Kunstwerke bewirken mehr als tausend ästhetische Erörterungen“, so Norbert Weber zur Ausstellung. Ein Museum, das solche Werke sammele und sie ausstelle, sei eine wahre Schule des Sehens. Dazu sei es hilfreich, den persönlichen Geschmack zunächst einmal an der Garderobe „abzugeben“. „Dann kann es passieren, dass auf einmal Verständnis für Kunst geweckt wird, die man nicht auf dem Radar hatte“, so Weber weiter.

Die Aufgabe eines Museums solle es sein, diese Kunst an das Publikum zu vermitteln. „Das gelingt am besten, wenn der Besucher nicht belehrt wird, sondern sich auf etwas Neues einlassen kann“, sagte Weber nach seiner Rückkehr. Dem Museum in Tondern gelinge das hervorragend – ein Grund, weshalb er die Zusammenarbeit mit diesem Museum gesucht habe. Dem zukünftigen lettischen Museum wünscht er, dass es auch diesen Weg gehen wird.

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