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Generationswechsel beim ESV

Jahresversammlung Generationswechsel beim ESV

Ein Urgestein des Eckernförder Sportvereins (ESV) ist auf der Jahresversammlung am Wochenende ins „Abseits“ abgetreten: Manfred Medler legte nach mehr als 41 Jahren an der Spitze des Vereins seine Ämter als Erster Vorsitzender, sowie als technischer und sportlicher Leiter nieder.

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Wechsel im ESV-Vorstand (von links): Karlheinz Willprecht scheidet wie Bernd Klöser, Manfred Medler, Matthias Jess, Sven Thimian und Andreas Obermüller aus.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Ein Nachfolger wurde mit Sven Thimian nur für das Amt des sportlichen Leiters gefunden, die anderen Posten bleiben zunächst vakant.

„Es wird jetzt Zeit, dass die nächste Generation die Verantwortung übernimmt“, so der 71-jährige Medler, der in seiner Zeit beim ESV auch als Trainer und Schiedsrichter aktiv war. Dass man im Vorfeld kein Nachfolger gefunden habe, bedauere er. „Doch wenn ich sage, ich mache noch zwei Jahre weiter, stehen wir spätestens dann vor der gleichen Problematik wie jetzt“, befürchtet er. Er hinterlasse einen gut aufgestellten Verein: 528 Mitglieder, 21 Mannschaften, darunter 17 Teams der G- bis A-Jugend mit über 250 Fußballern, von denen zehn Mädchen und zehn Flüchtlinge seien, dazu hochklassig in der Verbandsliga aufgestellt. „Das kann sich sehen lassen“, zollte Medler den Spielern seinen Respekt.

Doch es gibt auch Schatten: Der ESV kämpft in der Verbandsliga um den Klassenerhalt. Bernd Klöser, Jugend- und Kassenwart in einer Person, forderte auf der Versammlung deshalb auch die Mitglieder auf, sich der Verantwortung bewusst zu sein und dafür zu sorgen, die vakanten Posten zu besetzen. „Wir können nur bestehen, wenn alle Posten besetzt sind“, so Klöser.

Noch vor der Entlastung des Vorstands brachte Medler eine größerer Investition auf den Weg. So holte er sich einstimmige Beschlüsse zur Anschaffung eines neunsitzigen Kleinbusses, eines Ballfangnetzes für Platz C, den Anbau von zwei Umkleidekabinen und den Bau eines Kunstrasenplatzes der neuesten Generation inklusive Flutlichtanlage ein. 524000 Euro seien dafür einzusetzen, so Medler, allerdings sollen Zweidrittel davon als Fördermittel über Zuschüsse und Sponsoren eingeworben werden. Die Eigenleistung des Vereins bezifferte Medler auf 175000 Euro. Trotzdem reiche das Gelände kaum mehr aus. So habe es schon Überlegungen gegeben, einen anderen Standort für die 36 Hektar große Fläche zu suchen. Das habe man aber verworfen. Stattdessen gebe es nun mit der Stadt eine Vereinbarung, den Sportplatz der Fritz-Reuter-Schule mitnutzen zu können, so der bisherige Vorsitzende.

Der zweite Vorsitzende des Vereins, Andreas Obermüller, ist zuversichtlich, innerhalb des nächsten Jahres die offenen Posten besetzen zu können. Bis dahin werde er den Verein kommissarisch führen. Eine Dauerlösung, so Obermüller, könne das aber nicht sein: „Da sind zu viele Aufgaben zu bewältigen.“

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