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Seit 50 Jahren wird getanzt

Eckernförde Seit 50 Jahren wird getanzt

Heinz Pätow kann sich noch gut an seine ersten Schritte auf dem Parkett erinnern. „In einer Zeitungsanzeige wurden Tanzkurse angeboten“, erzählt der 79-Jährige. Das ist nunmehr 50 Jahre her. Die Kurse von einst waren die Geburtsstunde des Tanzclubs Eckernförde (TCE). Im Beisein der Pätows und vieler Gäste wurde das Jubiläum jetzt mit einem Empfang gefeiert.

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Auf einem Empfang exakt 50 Jahre nach der Gründung des Tanzclubs Eckernförde konnte Vorsitzender Thomas Fabian unter anderem Ehrenmitglied Frenz Tietje, Bürgervorsteherin Karin Himstedt, Tanzlehrer Manfred Neben sowie Heinz und Johanna Pätow (von links) im Stadthallen-Restaurant begrüßen.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Eckernförde. Heinz Pätow kann sich noch gut an seine ersten Schritte auf dem Parkett erinnern. „In einer Zeitungsanzeige wurden Tanzkurse angeboten“, erzählt der 79-Jährige. Gemeinsam mit seiner Frau Johanna erschien er zur angegebenen Zeit und stellte fest: „Wir waren das erste Paar, das sich gemeldet hatte.“ Das ist nunmehr 50 Jahre her. Die Kurse von einst waren die Geburtsstunde des Tanzclubs Eckernförde (TCE). Im Beisein der Pätows und vieler Gäste wurde das Jubiläum jetzt mit einem Empfang im Stadthallen-Restaurant gefeiert.

 Dass es nur noch wenige gibt, die genau wissen, wie das damals war, hat Dieter Semma in den zurückliegenden Monaten festgestellt. Der Schriftwart des Clubs übernahm die Aufgabe, eine Chronik zu erstellen. Aus der geht nun hervor, dass 24 Paare am 10. August 1965 zusammenkamen, um den Tanzclub Eckernförde zu gründen. Das größte Problem, das der damalige Vorsitzende Peter Wolter zu lösen hatte, war, einen geeigneten Tanzsaal zu finden. Nach dem Start im Hotel Stadt Kiel folgten unter anderem das Café Maaß, der Ruderclub und die Gaststätte Sophienhöh. Erst sieben Jahre nach der Gründung konnte der TCE über eine geeignete Trainingsstätte für die damals 20 Turnierpaare verfügen, denn am 3. Juni 1972 wurde die Stadthalle eingeweiht. Allerdings stand die dem Club nur einmal in der Woche zur Verfügung. Unter dem Vorsitzenden Kurt Wawrzynowicz gelang es, im Dezember 1976 ein zusätzliches Übungsparkett im „Kolm Huus“, dem heutigen K7, anzumieten.

 Ganz entscheidend für die Entwicklung des Clubs war die Übernahme des Vorsitzes durch Frenz Tietje im März 1978. 30 Jahre lang stand er an der Spitze des Vereins, dessen Ehrenmitglied er inzwischen ist. Tietje ist es zu verdanken, dass dem TCE seit 1983 die Aula der Willers-Jessen-Schule als Trainingsstätte zur Verfügung steht. „Das ist ein vergleichsweise kleiner Beitrag, den wir als Stadt wirklich gerne leisten. Wir wissen die Arbeit des Vorstands und der Trainer sehr zu schätzen“, lobte Bürgervorsteherin Karin Himstedt im Rahmen des Empfanges.

 Dem wohnte übrigens auch Manfred Neben bei. Der 75-Jährige ist seit der Gründung des Clubs im Jahre 1965 als Trainer im TCE tätig. Seither haben weit über 25000 Personen aller Altersgruppen bei ihm das Tanzen gelernt.

 Heute, so weiß der amtierende Vorsitzende Thomas Fabian, könnte der Verein mit den Standard- und Latein-Angeboten aus den Anfangsjahren nicht mehr existieren. Er selbst hat eine Reihe von neuen Tanzrichtungen in den Verein eingeführt. Mit der Ausweitung des Angebots stieg auch die Zahl der Mitglieder auf inzwischen rund 250 Tänzerinnen und Tänzer unterschiedlichen Alters an. Längst gehören Salsa, Tango Argentino, Breakdance, Zumba sowie neuerdings auch Streetdance und Swing zu den Angeboten.

 Dass die Jugend trotz einer Vielfalt von Freizeitangeboten dem Tanzen über die Jahrzehnte treu geblieben ist, freut verständlicherweise auch den Clubchef. So wirbt der TCE bereits in Kindergärten und Schulen. Dass die wesentlichen Schritten für das Parkett eigentlich ganz einfach zu erlernen ist, konnte Fabian erst kürzlich feststellen. Drei Tage vor seiner Hochzeit habe sich ein Bräutigam bei ihm gemeldet. In wenigen Stunden konnte Fabian ihm so viel beibringen, dass es für den Hochzeitstanz locker reichte.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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