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„U 33“ nach acht Monaten zurück

Eckernförde „U 33“ nach acht Monaten zurück

Nach acht Monaten im Mittelmeer und einem Abstecher nach Norwegen ist „U 33“ am Montag in seinen Heimatstützpunkt Eckernförde zurückgekehrt. Das Unterseeboot hatte während des Einsatzes erfolgreich mit den Marinen von Italien und Portugal kooperiert

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„U
33“ macht wieder im Marinestützpunkt Eckernförde fest. Das U-Boot beteiligte sich im Mittelmeer erfolgreich an U-Jagd-Manövern gemeinsam mit der italienischen Marine und an einem Torpedoschießen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Bei seinen Manövern wurde es aufmerksam von der Nato beobachtet. Am Montag stand für die 28-köpfige Besatzung das Wiedersehen mit den Familien im Vordergrund.

 Mit der Besatzung Alpha war „U 33“ im vergangenen September gen Süden aufgebrochen. Nach einem Crew-Wechsel im neuen Jahr lief jetzt die Besatzung Delta mit dem Unterseeboot in den Stützpunkt wieder ein. Dort erwarteten die Soldaten nicht nur Klänge des Marinemusikkorps Kiel, sondern auch zahlreiche Angehörige.

 „Wir sind stolz auf Robert“, sagt die Spreewälderin Monika Radigk, Mutter des 4. Wachoffiziers. „Das U-Boot war immer sein Traum.“ Auch Freundin Annkathrin Böhm ist gekommen. „Über vier Monate Trennung, das war schon eine lange Zeit“, bekennt sie. Nach einem Treffen in Portugal, vielen Telefonaten und Briefen kann die 21-Jährige ihren Freund Robert Radigk wieder in die Arme schließen. Freudentränen fließen auch bei Ivette Böhm-Pescheck. Die Koselerin hat die Kinder Iva (2) und Jan Luca (13) mitgebracht zur Begrüßung von Motorenmeister Jan Pescheck. „Hallo Papa“ steht auf einem liebevoll gebastelten Herz, das Iva um den Hals baumelt. Pescheck ist gerührt. „Es ist überwältigend, nach so einer langen Fahrt zurückzukehren“, sagt er „Jetzt freu’ ich mich auf die Familie und das Zuhause.“

 Zuvor gibt es anerkennende Worte für die zwei Frauen und 26 Männer von U 33. „Wir müssen uns im internationalen Vergleich nicht verstecken“, sagt der Kommandeur des 1. U-Boot-Geschwaders, Lars Johst, bei der Willkommensmusterung. Beide Besatzungen hätten Leistung und Professionalität gezeigt. Das U-Jagd-Manöver „Smart Hunt“ mit U-Boot, Schiffen und Flugzeug habe das Geschwader in Taktik und Verfahren „deutlich vorangebracht“. Und das Torpedo-Übungsschießen sei von Partnern und Verbündeten gelobt worden. Die multinationale Zusammenarbeit werde fester Bestandteil des künftiges Weges, betont Johst. Ferner gab es eine gemeinsame deutsch-portugiesische Ausbildungsfahrt für Wachoffiziere – „um unserer Hauptsorge, der Personalknappheit, entgegenzutreten“.

 Auch für „U 33“-Kommandant Kai Nickelsdorf war die Kooperation mit anderen Marinen – insbesondere Italien und Portugal – ein Höhepunkt der Einsatzfahrt. Besatzung Delta hatte mit dem U-Boot 11840 Seemeilen im Kielwasser gelassen. Unterm Strich entspricht die Fahrtleistung während der gesamten acht Monate einer Erdumrundung.

 „U33“ gehört zur hochmodernen Klasse 212A und besitzt einen außenluftunabhängigen Brennstoffzellen-Antrieb. Das 1. U-Boot-Geschwader in Eckernförde verfügt derzeit über fünf Boote dieses Typs, ein sechstes, „U36“, wird zum Jahresende erwartet. Die 56 Meter langen U-Boote sind über Wasser zwölf Knoten und getaucht 20 Knoten schnell. Die Verdrängung (über Wasser) beträgt rund 1500 Tonnen. Die Bewaffnung besteht aus sechs drahtgelenkten Torpedos. Gefahren wird das Boot von einer 28-köpfigen Besatzung.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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