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Jako zieht es nach Kambodscha

Eckernförde Jako zieht es nach Kambodscha

Eckernförde. Der 20-jährige Jako Roder beschäftigte sich viel mit Kambodscha, dem fernöstlichen Land zwischen Vietnam und Thailand. Fazit: Mitte August wird Jako im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendiensts, den der schleswig-holsteinische DRK-Landesverband und die Organisation weltwärts anbieten, nach Kambodscha reisen. Und zwar für ein ganzes Jahr.

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Jako Roder (20, Mitte) aus Eckernförde will ab August ein Jahr lang in Kambodscha Kinder unterrichten. Seine Freunde Nils Borrusch (links) und Ruwen Waskow werden ihm fehlen.

Quelle: Birgit Johann

Eckernförde.  Sein Abitur machte Jako an der dänischen A.-P-Møller-Skolen in Schleswig, seit September absolviert er im Eckernförder „Haus” ein Freiwilliges Soziales Jahr. Dort präsentierte er am Sonnabend auch sein Kambodscha-Projekt und zeigte den preisgekrönten britischen Spielfilm von Roland Joffé The Killing Fields – Schreiendes Land aus dem Jahr 1984.

 Der zweieinhalbstündige Film schildert die furchtbaren Auswirkungen der brutalen Roten-Khmer-Herrschaft unter Pol Pot zwischen 1975 und 79.

 Für Kambodscha hatte Jako sich allerdings schon entschieden, bevor er den Streifen kannte. Ihn reize die ganz andere Kultur des weitgehend buddhistischen Staates in den Tropen. „Und ich möchte das Land kennenlernen, aus dem unsere Klamotten kommen.“ Mit anderen südostasiatischen Staaten steht Kambodscha an der Spitze der Kleiderfabrikation. Von den 14 Millionen Kambodschanern zählt rund die Hälfte unter 15 Jahre. Kinderarbeit und -prostitution sind an der Tagesordnung. Hilfsorganisationen wie die SCAO (Save Poor Children in Asia Organisation) begegnen dieser Misere mit Bildung. Zumindest einige der oft bedürftigen Mädchen und Jungen des vom Tourismus geprägten Landes bekommen für die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben Englisch und Computerkenntnisse vermittelt.

 In genau diesen Fächern wird auch Jako Kinder und Jugendliche in der Nähe der Hauptstadt Phnom Penh unterrichten.

 Er freut sich riesig auf die bevorstehenden Herausforderungen. Dass er seine Gitarre nicht mitnehmen könne, sei bedauerlich. Auch Freunde und Eltern werden ihm fehlen. Aber er wolle viel schreiben – auf seinem Laptop oder auch per Hand, kündigt der begeisterte Poetry-Slam-Teilnehmer an.

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