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Und ab die Post

Eckernförde Und ab die Post

Manchmal muss man halt hart durchgreifen, dachten sich die Mitarbeiter der Post in der Kinderstadt Ecktown City. Es gab für Farell und seinen Zwillingsbruder Anjo (10) sowie Merle (8) einfach nicht genug zu tun. Da streikten sie und forderten, dass wieder mehr Briefe geschrieben werden. Mit Erfolg. Bei Wiederaufnahme der Arbeit wurden sie von den Briefschreibern förmlich überrannt.

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Stempel gefällig? Farell und Anjo (beide 10) wählten ebenso wie Merle (8, von links) die Post als Arbeitgeber und sorgten dafür, dass wieder mehr Briefe geschrieben wurden.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Am Freitagnachmittag endete die Woche im Zeichen der Kinder am Schulzentrum mit einem Treffen aller Teilnehmer, Eltern und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Bürgermeisterin Ilvy Engel (10) zog aus diesem Anlass Bilanz: „Meine Amtszeit war schön, aber auch ganz schön anstrengend“, fasste sie die Woche zusammen. Ihr Ziel, eine Stadt voller glücklicher Bürger zu schaffen, versuchte sie damit zu erreichen, im Zweifelsfall bei Schwierigkeiten gemeinsam Lösungen zu finden. Zwei Dinge haben sie geärgert: Bei Jungs fand sie nicht so viel Akzeptanz wie bei den Mädchen, und in der Umsetzung eines Interviews im Internetblog sei sie zu arrogant rübergekommen.

Über 300 Besucher zählte Organisatorin Simone Staack-Simon in der Woche. Aber auch in der Kinderstadt sei alles perfekt abgelaufen. „Wir haben uns in dieser Woche wie eine große Familie gefühlt“, sagte sie abschließend. Jeder habe unkompliziert mit angepackt. Im vierten Jahr von Ecktown City seien 180 Kinder an den Aufgaben der Kinderstadt gewachsen. Und: Die Nachfrage sei inzwischen erheblich größer, als Plätze vergeben werden könnten. Deshalb werde man im kommenden Jahr zunächst diejenigen berücksichtigen, die dieses Mal nicht zum Zuge kamen.

Während am begehrten Waffelstand von Susanne Zuter die Schlange länger und länger wurde, nutzte Besucherin Anja Block die Gelegenheit, um einen Verbesserungsvorschlag zu machen. Unterwegs mit ihrer Tochter Annika (9) im Rollstuhl nach einer Fußoperation war ihr aufgefallen, dass Gelände und Stände nicht unbedingt behindertengerecht seien. Ihr Tipp: „Vielleicht sollte man einen Behindertenbeauftragten wählen im kommenden Jahr.“

Kurz vor Mittag begann der große Run, um die letzten Eckis auszugeben. Denn nach Ende der Veranstaltung waren sie nichts mehr wert.

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