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Ein Geotanium direkt am Strand

Museum in Brodersby Ein Geotanium direkt am Strand

Es müssen nicht Gold und Silber sein. Für Johannes Janssen sind Bernsteine und Fossilien ebenfalls Schätze. Schließlich verraten sie viel über die Erdgeschichte und sind im Gegensatz zu den Edelmetallen auch an der Ostseeküste zu finden. Jetzt eröffnet der Betreiber des Gettorfer Geotanium-Museums am Pfingstsonntag in Brodersby einen zweiten Standort direkt am Meer.

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In Schönhagen eröffnet Johannes Jannsen zu Pfingsten sein zweites Geotanium. Im Schatzinsel-Ambiente sollen Besucher die Welt der Ammoniten und andere Überreste der Urzeit entdecken.

Quelle: Rainer Krüger

Bordersby. In der ehemaligen Spielscheune im Ortsteil Schönhagen macht die Schau mit vielen Mitmachangeboten am Sonntag von 13 bis 17 Uhr auf. Der Standort ist für Diplom-Geologen optimal. „Zwei Milliarden Erdgeschichte liegen am Strand. Da ist es gut, wenn Besucher eine Anlaufstation haben, die zeigt, was es dort zu finden gibt.“ Dazu dient eine selbsterklärende Schau mit Fundstücken aus allen Erdzeitaltern. „Die Besucher sollen auf eine Entdeckungsreise gehen.“ Entsprechend nennt er das zweite Geotanium „die Schatzinsel“. Eine Piratenfigur steht am Eingang. Auf einer 25 Quadratmeter großen Sandfläche können Kinder nach Edelsteinen suchen. Eine Goldwaschanlage ist aufgebaut. Wer will, kann Kurse im Bernsteinschleifen oder in Bearbeiten von Fossilien buchen.

 Janssen zeigt, was einst im Gebiet Schwansens lebte. Dabei handelt es sich oft um Wassertiere. „In der Kreide vor 135 bis 65 Millionen Jahre war Schwansen vom Meer bedeckt. Aus dieser Zeit finden sich versteinerte Seeigel am Strand“, weiß Jannsen. Auch Überreste der bis zu zwölf Meter langen Meeresechse Mosasaurus hat er in der Sammlung. Ebenso etwa 50 Zentimeter messende Gehäuse von Ammoniten, einer inzwischen ausgestorbenen Kopffüßlergruppe. In einer Schatztruhe hat Jannsen Spezielles. „Einen 100 Millionen Jahre alte Koprolith. Dieser versteinerte Kot eines Dinosauriers ist immer für ein Lachen gut“, so der 43-Jährige. Einige Stücke des Schatzinsel-Geotaniums stammen aus dem 2015 geschlossenen Schau im Museumsschiff „Albatros“ in Damp. Weil Jannsen in Schönhagen mit 400 Quadratmetern mehr Ausstellungsfläche hat, wechselte er dorthin.

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