11 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Ein Rettungsboot für den Hafen

Eckernförde Ein Rettungsboot für den Hafen

Nein, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Eckernförde bekommt keine Verstärkung. Das Seenotrettungsboot „Marie Luise Rendte“, das jetzt im Stadthafen auf der Borbyer Seite liegt, ist zwar noch komplett ausgerüstet, aber nicht mehr einsatzfähig.

Voriger Artikel
Jetzt sind die Gemeinden am Zug
Nächster Artikel
Radfahrerin bei Unfall schwer verletzt

Dietmar Steffens, Stadtwerke-Chef und selbst aktives DGzRS-Mitglied, präsentiert gemeinsam mit Bootsführer Wolfgang Apitz das neue Ausstellungsboot „Marie Luise Rendte“. Im Innern ist es noch originalgetreu ausgerüstet.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Stadtwerke Eckernförde haben es ins Ostseebad geholt als Blickfang und Werbung für die Seenotretter. Auslöser dafür war im vergangenen Jahr eine große Übung der DGzRS mit 20 Booten und Kreuzern vor Eckernförde. Dabei habe die Ostseestadt einen guten Eindruck hinterlassen, so Dietmar Steffens, Chef der für den Hafen zuständigen Stadtwerke (SWE). Die Anfrage der SWE nach einem Ausstellungsboot für Eckernförde fiel auf fruchtbaren Boden. Ähnlich wie in Schilksee erhält jetzt auch das Ostseebad ein Schau-Rettungsboot, das allerdings nicht entkernt, sondern noch original ausgestattet ist.

 Die „Marie Luise Rendte“ ist voll schwimmfähig und in technisch gutem Zustand. Solange das Wasser es trägt, soll das Rettungsboot am Steg der DGzRS neben der Holzbrücke liegen. Nach Ostern soll es dort an Sonntagen und an guten Besuchstagen im Sommer für Interessierte geöffnet werden. Bei freiem Eintritt, eine Spende für die ehrenamtlichen Seenotretter ist natürlich willkommen. In Eckernförde sei die DGzRS schon seit Jahrzehnten verwurzelt, begründet Steffens die Aktion. Der SWE-Chef ist selbst seit acht Jahren aktiver Rettungsmann.

 Später, wenn die Spundwand saniert ist, wollen die Stadtwerke das Boot als Schauobjekt an der Nordseite des Innenhafens an Land setzen. Dort, wo derzeit noch der herrenlose Schoner „Ninive“ liegt. Eigentümer der „Marie Luise Rendte“ sind die Stadtwerke, um die Präsentation des Bootes wollen sich die Mitglieder der DGzRS kümmern.

 Einsatz-Rettungsboot im Ostseebad ist die „Eckernförde“. Sie läuft heute Richtung Bremen aus, um auf der hauseigenen Werft der Rettungsgesellschaft wieder fit gemacht zu werden. „Alle vier Jahre ist eine Regelüberholung dran“, erläutert Bootsführer Wolfgang Apitz. Unter anderem sollen neue LED-Scheinwerfer installiert werden. Planmäßig kehrt die „Eckernförde“ Mitte Januar wieder in ihren Heimathafen zurück.

 2016 war für die DGzRS im Ostseebad ein relativ ruhiges Jahr. Rund 20 Einsätze bilanziert Apitz. Das Gros bestand aus Hilfeleistungen. „Auf Schiet gelaufen, nicht anspringender Motor oder Mastbruch“, erläutert der Bootsführer. Noch gut in Erinnerung ist ein Einsatz vor zwei Wochen: Auf einem Angelkutter war ein Gast gestürzt, mit leichtem Schlaganfall und gebrochener Schulter. Die „Eckernförde“ eilte mit Notarzt und Rettungsassistent zu Hilfe. Auf halbem Weg, bei Tonne IV, gingen die Retter an Bord, und konnten den Verletzten stabilisieren.

 Derzeit umfasst die DGzRS in Eckernförde rund 15 Aktive. Neulinge sind willkommen und werden entsprechend ausgebildet. Im Ernstfall können die Seenotretter über Tel. 112 alarmiert werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3