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Tafel Eckernförde hilft seit 20 Jahren

Einsatz gegen die Armut Tafel Eckernförde hilft seit 20 Jahren

20 Jahre Eckernförder Tafel - ein Grund zum Feiern? Das Jubiläum und knapp 1000 Abnehmer gespendeter Lebensmittel belegen, dass auch lebendigen und funktionierenden Städten und Gemeinden Armut ein großes Thema ist. Die 70 Aktiven, die hinter der Tafel stehen, bekamen am Freitag einen großen Dank.

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Ulrich Kaminski hatte die Idee, den Tafel-Aktiven zu danken. Dorothea Oder war Begründerin der Tafel Eckernförde. Der heutige Leiter Reinhard Schmidt ist seit über 10 Jahren Motor der Ausgabestellen Eckernförde und Gettorf (vorn von rechts).

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. Freude und Traurigkeit liegen beieinander, wenn es um den Einsatz für Menschen geht, die kein Geld für frische Lebensmittel haben. Die Feierstunde für die 70 ehrenamtlichen Helfer der Eckernförder Tafel am Freitag im Hotel Seelust Eckernförde spiegelt das wider. Tafel-Organisator Reinhard Schmidt, der dem unermüdlichen Team seit über zehn Jahren vorsteht, lächelt. Dass so viele gekommen sind, um ihren Dank für ihre Arbeit in Eckernförde und seit sieben Jahren auch in Gettorf zu sagen, tut gut. "Wir wollen uns nicht feiern. Es ist traurig, dass es unsere Einrichtung überhaupt geben muss", betont Schmidt im Beisein von Bürgervorsteherin Karin Himstedt, Bürgermeister Jörg Sibbel und Diana Marschke, der Geschäftsführerin des Diakonischen Werks. "Wir möchten Sponsoren und Unterstützern, die die Arbeit möglich machen, Anerkennung zollen."

1000 Menschen hilft die Tafel in Eckernförde und Gettorf

400 Bedarfsgemeinschaften - Familien oder kleine Wohngemeinschaften - versorgen sich heute einmal pro Woche in der Ausgabestelle am Familienzentrum Saxtorfer Weg in Eckernförde oder auf dem Bauhof Gettorf in der Kieler Chaussee. Dahinter verbergen sich bis zu 1000 Personen, die das Gratis-Angebot dankbar annehmen. Schmidt: "Wir geben nur einwandfreie Produkte aus, die in Geschäften aus den Regalen genommen werden und sonst vernichtet würden." "Und unsere Kunden brauchen sich nicht als Almosenempfänger fühlen", setzt Frank Hildebrandt, Vorsitzender des Landesverbands der Tafeln, hinzu. "Sie helfen mit, dass weniger Lebensmittel vernichtet werden."

Die Idee zur Feier hatte Fachbereichsleiter Ulrich Kaminski vom Diakonischen Werk, dem die Tafel angehört. Schmidt sowie acht weitere Helfer, die seit zehn Jahren zur Stange halten, werden heute geehrt. Eine besondere Freude für alle: Dorothea Oder, die Initiatorin der Tafel im April 1997 und bis 2004 Leiterin des Teams, ist heute auch dabei.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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